64 Abb. 2: Steuerpult auf der 5. Sohle am Schacht Frieda {Grube Maybach) 3. Sohle, was einer Tagesleistung von 2000 t ver ­ wertbarer Förderung (= 4000 Bruttotonnen) ent ­ sprach. Um die geforderte Förderkapazität von 10 000 Bruttotonnen pro Tag zu erreichen, muß die neue Maschine in der Lage sein, in der ersten Aus ­ baustufe 20 t Nutzlast pro Zug aus 900 m Teufe und in der Endstufe 25 t Nutzlast aus der 1160 m Teufe zu heben. Da sich bei einer solchen Nutzlast der Seildurch ­ messer für die bisher übliche Einseilförderung auf 87 mm bei 900 m Teufe errechnet hat, wurde von den planenden Stellen beschlossen, eine Mehr ­ seilförderung einzubauen. Die Erfahrungen aus der jüngsten Zeit zeigten die technischen und wirt ­ schaftlichen Vorteile der Vierseilförderung gegen ­ über einer Zwei- oder Dreiseilförderung. (Die erste Vierseilförderung der Welt wurde 1948 auf Zeche Hannover-Hannibal in Betrieb genommen.) Nach ­ dem die Entscheidung für eine Vierseilförderung ge ­ fallen war, wurden Studien über die Aufstellung der Maschine angestellt. Das Ergebnis aus allen Pro ­ jekten gab der Turmfördermaschine den Vorzug vor der bisher üblichen Flurfördermaschine. Bei der Bauausführung des Turmes war das schwierigste Hindernis für eine großzügige Baugestaltung die Tatsache, daß derTurm über den fördernden Schacht erstellt werden mußte, ohne daß eine Förderunter ­ brechung eintreten durfte. Die günstigste Bauart für dieses Projekt war die Stahlbetonkonstruktion. Die Betonarbeiten waren in acht Monaten fertiggestellt, und es konnte mit dem Einbringen der mechani ­ schen und elektrischen Einrichtung begonnen wer ­ den. Die neue Förderanlage wird durch nachstehende Daten gekennzeichnet: Teufe zwischen Hängebank und 5. Sohle = Höhe des Turmes über Rasenhängebank Höhe der Seilträgerachse über Rasenhängebank Höhe der Entladeschleife über Rasenhängebank Treibscheibendurchmesser Treibscheibenbreite Seilscheibendurchmesser Seildurchmesser 4 Seile zu je davon 2 rechtsgängig und 2 linksgängig Unterseil 2 Flachseile zu je Gewicht des Fördergefäßes Größtmögliche Nutzlast Zwischengeschirr Untersei laufhängung Trogboden für Seilfahrt Anzahl der Fahrenden je Tragboden Elektromotor der Fördermaschine Nenndrehzahl Fördergeschwindigkeit Seilfahrtgeschwindigkeit 897 m 65,60 m 53,26 m 12,00 m 5 000 mm 2 300 mm 4 000 mm 48 mm 173 x 29 mm 19 600 kg 25 000 kg 4 400 kg 600 kg 2 20 6 150 PS = 4 550 kW 61,2 U/min 16 m/sec 12 m/sec Die Fördermaschine ist mit einer automatischen Steuerung ausgerüstet. Der Ablauf des Förderspie ­ les, d. h. das Lösen der Bremse, Beschleunigen, Fahren mit konstanter Geschwindigkeit, Verzögern,