207 Energielieferungen der Saarbergwerke an fremde Verbraucher (1958) Steinkohle 11,87 Mill.t Koks und Schwelkoks . . . 0,75 Mill.t Strom 808 Mill. kWh Gas 340 Mill. nr im Bau befindlichen Anlagen, zu deren Finan ­ zierung beträchtliche Mittel zur Verfügung ge ­ stellt wurden, wird die Kapazität der Verede ­ lungsbetriebe im Saarbergbau rd. 2 Mill. t Koks, rd. 600 Mill. cbm Gas und etwa 2,5—3 Mrd. kWh Strom betragen. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß die expansive Entwicklung der Stahlindustrie im saar-lothringischen Raum auch in der Zukunft in erster Linie auf der standortgünstigen Ver ­ sorgung mit Rohstoffen beruht. Erz, Kohle und Koks werden in wachsendem Umfang benö ­ tigt. Als Besitzerin eines großen Reichtums an Fettkohlen können die Saarbergwerke einen wichtigen Beitrag zur gesicherten Brennstoff ­ versorgung der regionalen Hüttenwerke lei ­ sten. Die Erweiterung der Strom- und Gaser ­ zeugung trägt auch der Tatsache Rechnung, daß der süddeutsche Raum infolge seiner Kohlenarmut besonders ström- und gasauf ­ nahmefähig ist. Das bestehende Leitungsnetz bietet in hervorragendem Maße die Möglich ­ keit, den Energieverbund, entsprechend dem zu erwartenden Bedarfszuwachs, zum Nutzen von Erzeuger und Verbraucher stetig auszu ­ bauen. Dieser kurze überblick mag zu erkennen ge ­ ben, daß die umfangreichen Bodenschätze und die vielseitige Kapazität der Betriebe zu ­ sammen mit den eingeleiteten Maßnahmen zur Rationalisierung und Modernisierung der Erzeugungsanlagen die Gewähr dafür sind, daß dem Saarbergbau als Energielieferant für den mitteleuropäischen Raum auch in Zukunft eine wichtige Rolle zugewiesen ist. „Der deutsche Steinkohlenbergbau wird auch in Zukunft die Grund ­ lage der deutschen Energieversorgung bilden. Der Bergbau darf nicht durch die Zufälligkeiten konjunktureller Schwankungen in seiner Existenz gefährdet werden. Die Leistungsfähigkeit des Stein ­ kohlenbergbaus und eine gleichmäßige Beschäftigung der Berg ­ arbeiter müssen in Zukunft gesichert sein." Bundeskanzler Dr. Adenauer „Die deutschen Verbraucher werden wieder begreifen, daß die Grundlage unserer Energieversorgung die deutsche Steinkohle sein muß." Bundeswirtschaftsminister Prof. Erhard