206 bevorzugt zur Befeuerung von Kesselanlagen, in der keramischen Industrie und bei den Gas ­ werken eingesetzt. Hingegen wird die Saar- edelflammkohle als der ideale Brennstoff für Hausbrandzwecke angesehen. Bei einem Ge ­ halt an flüchtigen Bestandteilen von 40—43 % zeichnet sie sich durch große Zündwilligkeit aus, verbrennt ohne zu backen mit langer Flamme und bildet, ohne die Feuerung zu ver ­ schlacken, einen feinkörnigen Verbrennungs ­ rückstand. Der Saarschwelkoks schließlich ist bei geringerer Härte als Hüttenkoks sehr zündwillig und bei rauchloser und schlacken ­ freier Verbrennung äußerst reaktionsfreudig. Diese besonderen Eigenschaften haben den Schwelkoks zu einem beliebten Brennstoff für alle Kleinfeuerungen, wie Öfen und Zentral ­ heizungen, werden lassen. Die Bedeutung der Saarkohle und der aus ihr gewonnenen veredelten festen Brenn ­ stoffe läßt sich sehr eindrucksvoll auch da ­ raus erkennen, welche Verbrauchergruppen zu den Abnehmern von Saarkohle zählen. Rund 40 % des Gesamtkohlenabsatzes entfal ­ len auf Kokskohlenlieferungen an die regio ­ nale eisenschaffende Industrie. Die Hütten ­ kokereien im saar-lothringischen Raum, deren Gesamtkapazität etwa 6 MilI. t Koks beträgt, können durch die qualitativ und quantitativ optimale Versorgung mit Saarkokskohle in der Tat auf einen wesentlichen Standortvor ­ teil verweisen. Wenngleich sich durch fortschreitende Elektri ­ fizierung der Steinkohlenbedarf der Eisenbah ­ nen rückläufig entwickelt hat, sind die deut ­ schen und französischen Bahnen ein wichtiger Abnehmer von Saarkohle geblieben; auf sie entfallen rd. 15% des Gesamtabsatzes. Mit den zahlreichen Versorgungsbetrieben, insbe ­ sondere Gas-und Elektrizitätswerken, unterhal ­ ten die Saarbergwerke ebenfalls bedeutsame Lieferbeziehungen; ihr Anteil am Gesamtab ­ satz stellt sich auf fast 20 %. „Hausbrand" und „Industrie" sind an den Gesamtverkäufen mit rd. 10 % bzw. 15% beteiligt, beides Sektoren, Riegelsberger PILS aus hochfeinem Malz und edelstem Hopfen Belieferung der Verbraucher mit Saarkohle üiemcfiaffmAe Jnduitw 40% ^<m-uh4 efe&tmtiätwerfcf 20% Gcpo ■ JncLu4 Wie 15% CUmixcUwwvi 15% J&VU/SrÜmvut 10^6 denen die besondere Aufmerksamkeit der Verkaufspolitik zugewandt wird, da sie ver ­ gleichsweise am stärksten vom Vordringen des Heizöls bedroht sind. In den Mittelpunkt der Bemühungen ist das langfristige Liefer ­ geschäft gestellt worden. Die Saarbergwerke können auf diese Weise ihre Produktion auf die speziellen Wünsche und Bedürfnisse der Verbraucher ausrichten, andererseits wird eine langfristige Sicherung der Versorgung gewährleistet, die über alle politischen und sonstigen Krisen hinweg eine wichtige Vor ­ aussetzung ist für eine stetige Aufwärtsent ­ wicklung der energieverbrauchenden Wirt ­ schaft. Die wirtschaftlichen Verflechtungen des Saar ­ bergbaues mit den in- und ausländischen Energieverbrauchern beruhen indessen nicht nur auf Primärenergielieferungen. Die Darbie ­ tung von Edelenergien ist in den vergangenen Jahren beträchtlich gesteigert worden. Die Kokereien und Kraftwerke der Saarbergwerke als die tragenden Betriebszweige der Ver ­ edelung befinden sich in einem Ausbau- und Erweiterungsprozeß. Nach Fertigstellung der