73 und Vieh den Durchzug der feindlichen Völker überstehen. Um aber die Heimstätten nicht eher als unbedingt nötig zu verlassen, waren junge Burschen nach allen Richtungen hin als Späher ausgeschickt worden, die etwas Verdächtiges sofort melden sollten. Der Reimsbacher Michel ist der erste, der den Rauch über Losheim aufsteigen sieht. Das ist Brandrauch, gemischt mit rotzüngelnden Flammen. Michel kennt diesen Rauch. War er doch als ldei= nes Kind mit dem Kriegsvolk herumgezogen und eines Tages einfach zurückgelassen worden. Die Mutter war sicher eines der Soldatenweiber ge* wesen, das seiner überdrüssig geworden oder viel= leicht auch gestorben war. Ein Bauer aus Nun* kirchen hatte ihn mit sich genommen und ihm den Namen Michel Reimsbacher gegeben. Michel rennt in das Dorf zurück: „Sie kommen! Sie kommen! In Losheim sind sie schon!" Jetzt ist es so weit! Weinend und betend die einen, fluchend und brüllend die andern, machen sich alle zum Aufbruch fertig. Die Viehtreiber sind schon bei der Arbeit. Hastig wird das Vieh aus den Stäl* len gezerrt und auf den Platz vor der Kirche ge* trieben. Während die Frauen und Mädchen noch einige Dinge in die Bündel hinein tun und diese dann verschnüren, klatschen schon die Peitschen auf die Viehrücken nieder. Es muß schnell gehen, aber das dumme Vieh will einfach nicht von den Ställen fort. Bis in das vorbereitete Versteck in der „Hackenbach" ist es weit, da muß man sich dran* halten. Es ist Nachmittag. Ein sonniger Herbsttag rüstet sich, golden zur Neige zu gehen. Wie schön wäre die Welt, wenn ... ja, wenn nicht vor der Sonne dunkle Schwaden aufziehen würden, wenn nicht Brandgeruch die Luft erfüllen würde! Die Frauen weinen still vor sich hin. Ihren ärgsten Schmerz haben sie bereits in lauten Jammertönen hinausgeschrien. Nun schlägt der Schmerz auf ihr Herz und krallt sich dort ein. Die Männer werfen sich die Bündel über. Mit einem Fluch zwischen den Zähnen brechen sie auf: „Wo sind jetzt unsere hochmögenden Herren, daß sie uns beschützen? Wo ist unser Schutzherr, der Lothringer? Wo ist unser Vogt, der Hagen aus Büschfeld? Fort, geflohen! In friedlichen Tagen waren sie über uns, und jetzt, in kriegerischen Zei* ten, kommen die Schweden über uns. Es ist zum Gotterbarmen!" Scheu drücken sich die Männer an der Kirche vor* über. Sie wissen, daß sie leer ist. Der Schloßkaplan BiOCiTilM Es zahlt sich aus Gute Nerven sind Goldes wert; sie bestim- inen den beruflichen Erfolg und das Glück im Leben. Mehr denn je kommt es heute darauf an, die Nerven, gute Laune, Konzentrations ­ fähigkeit und Schaffenskraft bis in die reifen Jahre hinein zu behalten. Nur dann erntet man die Früchte seines Fleißes und seiner Erfahrung — nur so wirkt man jung und bleibt leistungsfähig. BIOCITIN ist da9 Richtige für Nerven und Gehirn, für Geist und Körper. BIOCITIN enthält in großer Wirkungsbreite biologisch aktives Lecithin, natürliche Glutaminsäure, 12 lebenswichtige Vitamine und die unentbehr ­ lichen Spurenelemente.