29 Arbeiten zu verhauen. Dabei ergab sich, daß ein Kohlenhauer: im Walzenstreb 32,3 Min. im Hobelstreb 37,6 Min. beim Schrämen a. d. Panzer 43,7—70,2 Min. und beim überschrämen 52,0—57,0 Min. für 1 m 3 benötigt. Setzen wir den Zeitaufwand/m 3 im Walzenstreb gleich 100%, dann ergeben sich für das überschrämen 161—177% das Schrämen a. d. Panzer 135—217% das Hobeln 116% Der geringe Zeitaufwand bei den vollmechanischen Methoden ist selbstverständlich auf den praktischen Wegfall der Gewinnungsarbeit zurückzuführen. Während der Kohlenhauer im Walzenstreb nur noch 5,3 Min./m 3 = 16,3% der Zeit „vor Kohle" arbeitet (Abräumen des Stoßes, putzen der Schrämgasse nach dem Räumen und Putzen des Alten), muß er beim überschrämen und Schrämen auf dem Panzer 18,4 — 25,2 Min./m 3 = 32,1 —35,9% für die Ge ­ winnung aufwenden. Daraus geht hervor, daß die Vollmechanisierung der Kohlengewinnung für den Kohlenhauer eine Verlagerung von der schweren Gewinnungsarbeit zur leichteren Ausbauarbeit mit sich bringt. Der Kohlenhauer in den vollmechani ­ sierten Streben arbeitet rund der Zeit am Rauben und Einbringen des Ausbaues, in den teilmechani ­ sierten dagegen nur 1 A. Wenn die Grube Maybach eine Untertageleistung von 2,2 t/M. u .S. anstrebt, um in Zukunft wirt ­ schaftlich arbeiten zu können, so ist dazu eine Durchschnitts-Abteilungs-Leistung von ca. 4 t/M. u. S. erforderlich. Diese kann durch verstärkte Mechanisierung erreicht werden. An 2 Streben im gleichen Flöz (Flöz 30), die zur Zeit laufen und von denen der eine teil- der andere vollmechanisiert ist, kann festgestellt werden, daß der vollmechanisierte eine um 50% bessere Leistung erbringt als der teilmechanisierte. Um die Vollmechanisierung zum Erfolg zu bringen, bedarf es der aufgeschlossenen Mitarbeit von Aufsicht und Belegschaft. Diese darf erwartet werden, da durch verstärkte Mechanisierung zweierlei erreicht wird: Eine Leistungssteigerung, die für die Rentabilität der Grube und damit Erhal ­ tung des Arbeitsplatzes erforderlich ist, und eine Schonung der Arbeitskraft unserer Bergleute.