26 Beschreibung der einzelnen Gewinnungsmethoden a) Uberschrämmethode: Die Methode wurde bekanntlich von der Grube Kreutzwald/Lothringen übernommen und den hie ­ sigen Verhältnissen angepaßt. Wie aus der Be ­ zeichnung hervorgeht, läuft die Maschine altmann ­ seitig vom Panzer und schrämt über den Panzer hinweg (s. Abb 1 und 2). Es ist möglich, zwei und mehr Maschinen in einem Streb einzusetzen, ohne daß sie sich gegenseitig behindern. Die Überschrämmethode ist für gering ­ mächtige Flöze mit gutem Hangenden geeignet. Sie ermöglicht, hohe Abbaufortschritt von 2—3 m/Tag zu erzielen, was auf den Gruben Kreutzwald und Maybach bewiesen wurde. Eine eingehende Be ­ schreibung erübrigt sich, weil über diese Methode schon viel geschrieben wurde u. a. im Bergmanns ­ kalender 1955 S. 61. Erwähnt sei noch, daß bei ihrer Einführung eine für den Saarbergbau neue Organisationsform für den Arbeitsablauf im Streb gewählt wurde. Man ging von der üblichen rhythmi ­ schen Methode, bei der die anfallenden Arbeiten Gewinnung, Verbauen, Rücken oder Umlegen des Fördermittels und Rauben zeitlich und personell getrennt waren zu einer arhythmischen Methode über. Dabei werden die aufgeführten Arbeiten während 2 oder im Notfall 3 Gewinnungsschichten von den Kohlenhauern selbst ausgeführt. Die Nachtschicht bleibt frei für Reparatur- und Unterhaltungsarbeiten.