25 Ein Vergleich der in den letzten Jahren auf der Grube Maybach angewandten Gewinnungsmethoden von Dipl.-Ing. Richard JUST Auf der Grube Maybach wurden infolge der gege ­ benen Veränderungen in der Flözmächtigkeit und in der Lagerung in den letzten Jahren verschiedene Gewinnungsmethoden angewandt, die im folgenden beschrieben, beurteilt und verglichen werden. In den Jahren 1951—1957 war die Überschrämme ­ thode vorherrschend, eine Methode, die für geringe Flözmächtigkeiten in der flachen Lagerung geeignet ist. Als 1957 mächtigere Flöze zum großen Teil in der halbsteilen Lagerung abgebaut werden mußten, war man gezwungen andere Gewinnungsmethoden anzuwenden. Der Übergang von geringmächtigen Flözen auf mächtigere einerseits und der weitaus schwierigere von der flachen in die halbsteile Lagerung sollte ohne wesentliche Änderung der vorhandenen Strebausrüstungen und ohne Beein ­ trächtigung der Förderung und Leistung vollzogen werden. Den klassischen Schrägbau mit Stauschei ­ benförderer übernahm man nicht, weil der Abbau in der halbsteilen Lagerung im Maybacher Feld wegen Erschöpfung der Vorräte nur kurzfristig um ­ gehen kann. Deshalb wurde der Panzer als Streb ­ fördermittel in der halbsteilen Lagerung beibehalten. Die Strebe wurden geringfügig schräggestellt. Bei Einfällen über 30° wurde der Panzer mit starren erhöhten Mitnehmern ausgestattet. Die Schräm ­ maschine konnte dank der größeren Mächtigkeit auf den Panzer gesetzt werden. Von der Über ­ schrämmethode kam man zum Schrämen auf dem Panzer. Damit blieb die Kohlengewinnung immer noch teil ­ mechanisiert. Der Schritt zur Vollmechanisierung wurde durch einen Versuch mit der schälenden Kohlengewinnung (Hobeln) gemacht. Außerdem läuft seit März 1959 eine Walzenschrämmaschine, die eine Vollmechanisierung der schneidenden Kohlen ­ gewinnung ermöglicht. Ziel dieser Bemühungen war, die Wirtschaftlichkeit der Grube zu gewährleisten. Die bereits erreichte Konzentration im Abbau sollte beibehalten und noch verstärkt werden. Ein Maß für die Konzentration im Abbau ist der tägliche Abbaufortschritt und die durchschnittliche Tagesförderung je Streb. Daß beim Übergang das gesetzte Ziel erreicht wurde, geht aus folgenden Zahlen hervor: Jahr 0-Streb- 0-Mächtigkeit 0-Abbaufortschritt 0-Förderung/Tag höhe Brutto Netto je Tag und Streb 1954 186 m — 1,07 m 2,10 m 942 t 1955 190 m 1.47 m 1,12m 1,87 m 472 t 1956 181 m 1,38 m 1,02 m 2,03 m 447 t 1957 184 m 1,32 m 1,00 m 1,88 m 455 t 1958 187 m 1,56 m 1,10m 1,83 m 466 t Jahr 0-Tagesförderung der Grube Kohlenhauer 0-Leistungen Streb Abteilung Grube u. Tag ohne Neub. 1954 3518 t ca. 4 500 ca. 3 300 2 729 1 664 kg/MuS. 1955 3 591 t 4 718 3 562 3 057 1 753 1956 3 373 t 4 475 3416 3 057 1 733 1957 3 490 t 4 402 3 346 2 926 1 749 1958 3 635 t 4 726 3 529 3 087 1 827