18 0,750 m Abb, 2: Anordnung des Walzenschrämladers im Streb (Man achte auf den zu den Kohlenlagen senkrecht liegenden Schnitt) tiges und intensives Tränken (siehe hierzu den in diesem Kalender gleichfalls veröffentlichten Aufsatz über „Stoßtränken“) den Lösevorgang so stark er ­ leichtert, daß das zeitraubende und teuere Schie ­ ßen entfallen kann. In der Folge fährt nun die Ma ­ schine wieder strebabwärts, schiebt den Räumpflug vor sich her und ladet somit das gesamte Feld frei von Kohle. Während dieser Räumfahrt (Talfahrt) hat die Streb ­ belegschaft bereits mit dem Vorhängen der Ge ­ lenkkappen über den neu entstandenen Strebraum begonnen und gleichzeitig auch das Rücken des Förderers in das neue Feld eingeleitet. Alle diese Arbeiten sind zeitlich und organisatorisch so auf ­ einander abgestimmt, daß am Ende der Räumfahrt nach kurzer Zeit (15 bis 25 Minuten) bereits der zweite Schnitt begonnen werden kann. Dieser Walzenschrämlader ermöglicht es also, wäh ­ rend mindestens zweier Schichten aus einem Streb mit drei bis vier hintereinanderliegenden Schnitten eine kontinuierliche Förderung und einen täglichen Verhieb von etwa 2,25 bis 3,00 m zu erreichen. Die günstigste Flözmächtigkeit für den Einsatz der Walzenschrämlader liegt zwischen 1 m und 1,30 m, jedoch können Walzen mit 1200 mm 0 noch bei Flözmächtigkeiten bis 1,45 m eingesetzt werden. Für Flöze mit Flözmächtigkeiten über 1,45 m oder auch solche mit harter, durch vorhergegangenes Tränken nicht lösbarer Kohle, kann der Walzen ­ schrämlader mit einer Oberwalze oder einem Turm ­ schram zusätzlich versehen werden. Während mit dem Turmschram nur in einer konstanten Schnitthöhe gearbeitet werden kann, ist bei der Oberwalze durch die hydrauliche Verstellung auch während der Schrämfahrt die Möglichkeit gegeben, sich den unterschiedlichen Flözverhältnissen anzupassen. Ein Einsatz des Walzenschrämladers mit diesen Zusatz- Aggregaten gibt die Möglichkeit, auch Flöze bis zu 2 m Mächtigkeit mit Walzen abzubauen. Ein Anbau dieser Aggregate ist jedoch nur bei den Eickhoff- Maschinen möglich. Der bisherige Einsatz von zehn Walzenschräm ­ ladern beider Fabrikate (SE 11l/lV und S 16) im Saarbergbau hat gezeigt, daß diese Maschine weitgehend unabhängig von Kohlenhärte, Kohlen ­ struktur und Nebengestein ist. Abb. 3: Anordnung einer Kettenschrämmaschine im Streb. Hier muß die Unterkohle (Kohlenbock) von Hand aufgemacht oder geschossen werden.