36 Zusammenkünften branchefremder Interessen ­ verbände die auftretenden wärmetechnischen Probleme erörtern, damit diese Kreise ebenfalls davon überzeugt werden, daß es besonders bei uns im Saarland wirtschaftlicher ist, zuerst ein ­ mal die heimischen Kohlen richtig zu verwenden, bevor man zu importierten Brennstoffen greift. Abschließend kann man zusammenfassen, daß in einer Zeit, in der sich die gesamte Technik und Wirtschaft auf immer rationellere Verfah ­ rensweisen umstellt, die Wärmeberatungsstelle der Saarbergwerke AG die manchmal nicht leichte Aufgabe übernommen hat, für die Ver ­ wertung unserer festen Brennstoffe den An ­ schluß an den allgemeinen technischen Fort ­ schritt herzustellen und zu erhalten. Es ist eine wichtige Aufgabe, denn letztlich handelt es sich doch darum, den saarländischen Kohlen einen festen und großen Absatzmarkt zu sichern. Und wir alle wissen, daß dies nicht nur von Bedeu ­ tung ist für die Saarbergwerke AG, sondern darüber hinaus auch das wirtschaftliche Wohl der übrigen saarländischen Bevölkerung betriffh Saarbergwerke schaffen Wohnraum auf lange Sicht Itn Hinblick auf die großen Vorhaben und bedeutenden Zukunftsaufgaben im Warndt so ­ wie auf die betriebliche Ausweitung bestehen ­ der Anlagen wird von der Leitung der Saar ­ berg der Schaffung neuen Wohnraums für Bergarbeiter besondere Aufmerksamkeit gewid ­ met. Die Saarbergwerke sehen eine der wich ­ tigsten Aufgaben zur Hebung des Wohlstandes der Saarbergleute darin, daß so bald wie möglich eine möglichst große Zahl ausreichen ­ der und schöner Wohnungen geschaffen wird. Der Schwerpunkt dieser Bestrebungen liegt bei der Erstellung von Eigenheimen. * Stromerzeugung soll auf 2500 Millionen kWh gesteigert werden Im Zuge der Bestrebungen, die Kraftwerks ­ wirtschaft und damit die Kohleveredelung weiter auszubauen soll die derzeitige Strom ­ erzeugung der Saarberg in absehbarer Zeit auf eine Jahresleistung von 2 500 Millionen kWh gebracht werden. Von den im Jahre 1957 er ­ zeugten I 574 Millionen kWh wurden 694 Mil ­ lionen kWh von den Gruben selbst verbraucht, während 815 Millionen kWh Fremdabgabe waren. Ausdehnung der Hobelarbeit an der Saar? Die in den ersten Nachkriegsjahren mit dem Kohlenhobel an der Saar durchgeführten Ver ­ suche haben infolge der großen Härte der Saarkohle nicht zu den erwarteten Erfolgen geführt. Inzwischen ist die Konstruktion der Hobel verbessert worden, so daß die Hoffnung besteht, die Hobelarbeit in den Saargruben weiter auszudehnen. Außerdem erwartet man, daß durch den Einsatz von Hochdruck-Tränk ­ geräten mit denen zur Zeit schon in einem Viertel aller Streben getränkt wird, die Kohle wirksam zum Hobeln vorbereitet werden kann. * Kapazität der Grubenkokereien wird beträchtlich erhöht Die Kokserzeugung der Saarbergwerke er ­ reichte im Jahr 1957 rund 895 000 t. Nach der Fertigstellung des Neubaus der Kokerei Für ­ stenhausen wird sich die jährliche Kapazität der Gruben-Kokereien auf etwa 1,6 Millionen t erhöhen. Auch die Gaserzeugung der gruben ­ eigenen Kokereien, die im letzten Berichtsjahr rund 410 Millionen cbm betrug, wird nach In ­ betriebnahme der neuen Kokerei jährlich um etwa 200 Millionen cbm gesteigert werden können.