53 Vollautomatische Waschberge-Rüclcverladung im Ubertagebetrieb der Grube St. Barbara Von Masch.-Fahrsteiger Hans Ruf fing Die Steigerung der Produktivität und damit verbunden die Erhöhung des Lebensstandards wird in allen Betrieben angestrebt. So läuft auch bei den Saarbergwerken seit fahren ein Mechanisierungsprogramm mit gutem Erfolg. Die Statistiken der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl geben darüber genaue Verglelchsmöglichkeiten mit anderen Berg ­ bau-Revieren. Während bei der Mechanisie ­ rung und Teilautomatisierung im Untertage ­ betrieb mit größeren Schwierigkeiten gerech ­ net werden muß, sind im Ubertagebetrieb die Voraussetzungen bedeutend günstiger. Unter diesem Gesichtspunkt wurde die Waschberge- Rückverladungs-Einrichtung der Grube St. Bar ­ bara geplant und auch ausgeführt. Im Untertagebetrieb der Grube St. Barbara werden die Waschberge 10—80 mm zum Blas ­ versatz benötigt. Um einen wirtschaftlichen Transport der Berge von der Wäsche nach Un ­ tertage zu ermöglichen, wurde in der Schacht ­ halle ein Waschberge-Bunker von 50 cbm In ­ halt aufgestellt. Dieser Bunker liegt über der Spitzkehre hinter dem Wipper. Die Wasch ­ berge werden mit Gummitransportbändern von der Wäsche zum Waschberge-Bunker transportiert. Der Transport der Berge nach Untertage wird mit Spezialwagen von 2900 I Abbildung 1: Förderwagen 5000 I (oben) und Spezial ­ wagen für Waschberge 2900 I (unten). Die Außen ­ abmessungen beider Wagen sind mit einer Länge von 4,10 m, einer Breite von 1,30 m und einer Höhe von 1,36 m die gleichen Inhalt durchgeführt. Nach der Entleerung wer ­ den die Spezialwagen zur Kohlenförderung eingesetzt. Der Wagen-Umlauf: Zur Förderung werden 5000-Liter-Wagen benutzt. Die oben erwähn ­ ten Spezialwagen haben bei 2900 Liter Inhalt dieselben Eigengewichte und Außenabmes ­ sungen wie die 5000-Liter-Wagen (siehe Ab ­ bildung 1). In der Schachtförderung sin zwei- etagige Körbe eingesetzt. Die von Untertage kommenden Wagen verlassen den Förderkorb und laufen über ein Bremsen- und Sperren ­ system vor den Wipper. Der Bedienungsmann am Wipper steuert den Einlauf der Wagen. Vom Wipper aus laufen die Wagen zur Spitz ­ kehre und werden dort durch einen Abstoßer zur Kettenbahn geschoben. Die Kettenbahn bringt die Wagen zum Ablaufgleis auf der Leerseite des Schachtes. Vom Ablaufgleis lau ­ fen die Wagen zur Spitzkehre. Von dort ge ­ langen sie über Bremsen und Sperren zu den Aufschiebern. Mit Ausnahme des Auflegens der Schwenkbühnen und des Kommandos zum Bewegen des Aufschiebers werden alle Vor ­ gänge durch ein elektro-pneumatlsches Sy ­ stem automatisch gesteuert. (Siehe Abbil ­ dung 2). Die automatische Fülleinrichtung: Bei der Planung der Steueranlage mußten folgende Bedingungen erfüllt werden: 1. Das Steuersystem muß mit der bereits be ­ stehenden Anlage koordiniert werden; 2. Durch das Füllen der Wagen dürfen keine Stockungen im Wagen-Umlauf eintreten. Die Summe der Zeiten: Ablauf der Wagen vom Wipper zur Spitzkehre, Schließen der Wagensperre, Füllen des Wagens und Ab ­ lauf zur Kettenbahn muß kleiner oder höch ­ stens gleich der Umiaufzeit des Wippers sein; 3. Wenn auf der Leerseite des Schachtes 4 Wagen In den Aufschieberbahnen stehen, kommt die Kettenbahn zum Stillstand. Beim Stillstand der Kettenbahn dürfen also keine Wagen aus der Füllstation abgestoßen werden; 4. Wenn in der Füllstation ein Wagen aufge ­ halten wird, darf am Wipper kein Wagen auslaufen, das bedeutet, daß der Auf ­ schieber vor dem Wipper gesperrt sein muß;