18 Abbildung 1: Ofenvorlage mH Steigrohren bis auf etwa 25°C durchgeführt wird, fällt aus dem Gas ein Kondensatgemisch von Teer und Wasser aus. Teergewinnung Aus diesem Kondensat wird der Teer in einem Teerscheidebehälter nach dem spezi ­ fischen Gewicht abgetrennt. Der bis auf einen Restgehalt von max. 5% wasserfreie Teer wird an eine Teerdestillation abgegeben und bildet den Ausgangsstoff für eine Reihe hoch ­ wertiger Steinkohlenteererzeugnisse. In der Kokerei Luisenthal werden jährlich 33 000 t Rohteer erzeugt. Elektrofilter Auch bei weitgehender Kühlung bleiben im Gas noch Teerreste in Nebelform enthalten, die in Elektrogasreinigern entfernt werden müssen. In diesen Elektroteerfiltern (3) strömt das Gas mit geringer Geschwindigkeit durch ein lektrisches Feld, das durch Sprühelektro ­ den erzeugt wird, die unter einer Gleich ­ stromspannung von 40 000—60 000 Volt stehen. An der Wandung der positiven Elektroden schlagen sich die Teernebel nieder und wer ­ den in den Sumpf der Apparate abgeleitet. Ammoniakfabrik Aus einem Teil der Stickstoffverbindungen in der Kohle bildet sich beim Vergasungspro ­ zeß Ammoniak. Dieses löst sich zum Teil in dem Kondensatwasser, das bei der Gasküh ­ lung ausfällt. Ein anderer Teil bleibt im Gas. Das praktisch teerfreie Gas wird mit Turbo- Gassaugern (4) durch sogenannte Sättiger (5) (und Abbildung 2) gedrückt, in denen das Gas ein Bad aus verdünnter Schwefelsäure passiert. Diese bindet das im Gas enthaltene Ammoniak zu Ammonsulfat, das als Dünge ­ mittel Verwendung findet. Gleichzeitig ge ­ langen in den Sättiger auch Ammoniak ­ dämpfe aus dem Kondensatwasser. Da ­ zu wird dieses Wasser in einer Abtreibe ­ kolonne (21) durch Einblasen von Dampf mit ca. 0,5 atü auf eine Temperatur von annähernd 100°C erhitzt. Die Ammoniak ­ verbindungen, die durch die Wärme nicht zer ­ setzt werden können, werden durch Zugabe von Kalkmilch in einer Nebenkolonne der Apparatur gespalten. Im Sättiger fällt das Ammoniumsulfat als weißes Salz in kristalliner Form an. Es wird durch einen Ejektor in den Einlauftrichter einer Zentrifuge gedrückt. In der kontinuierlich arbeitenden Schubzentri ­ fuge (22) (Bild 3) wird es dann von der Mutter ­ lauge getrennt. Anschließend wird das Salz auf einer Darre (23) getrocknet und im Salz ­ lager (24) (Abbildung 4) gestapelt. Da der Ver ­ sand von Düngesalz sich auf wenige Tage im 3ahr konzentriert, sind im Salzlager leistungs ­ fähige Absack- und Verladeeinrichtungen er ­ forderlich. Bei der Kokerei Luisenthal ist mit einer Ammonsulfaterzeugung von 6600 t/Jahr zu rechnen. Abbildung 2: Ammoniaksättiger