177 beitstagen des Monats ausgedrückt. Der Prozent ­ satz steht in Spalte 15 oben. Nehmen wir z. B. einen Monat mit 26 norma ­ len Arbeitstagen, so ergeben sich folgende Pro ­ zentsätze zur Berechnung der Ausgleihsentschä- digung: tatsächlich verfahrene Ausgleichsentschädigung Sdiichten in % des Bruttolohnes 22 und weniger 23 1,—' 24 2 25 3 26 4 27 4,5 28 5,5 29 6.— 30 6,75 mehr als 30 7,5 Hat ein Monat nur 24 Arbeitstage z. B., so ver ­ ringern sich die Zahlen der 1. Kolonne um 2 (21 anstelle von 23, usw.), die Prozentsätze bleiben. Bei der Berechnung der Ausgleichsentsthädigung wird der Tätigkeitslohn und die Alterszulage be ­ rücksichtigt. Für nicht zurückgefeierte Sonntags ­ schichten wird keine Ausgleichsentschädigung bezahlt. Spalte 16: Hausbrandkohle. Soweit die Beleg ­ schaftsmitglieder Deputatkohlenbezieher sind, er ­ halten sie ein monatliches Hausbrandgeld, das je nach der Höhe der ihnen zustehenden Deputat ­ kohlen verschieden ist. Bei einer jährlichen Depu ­ tatkohlenmenge von 6 t beträgt das Hausbrand ­ geld 250 ffrs. monatlich; bei 3 t 125 ffrs. monat ­ lich; bei 1,25 t 53 ffrs. monatlich. Die Bestimmungen über die Deputatkohlen sind in besonderen Richtlinien festgelegt. Die dem einzelnen Belegschaftsmitglied zustehende Deputatkohlenmenge ist in Zeile 5 der Adrema ­ platte eingestanzt. Spalte 17: Wohnungsgeld. Die Arbeiter der SBW erhalten ein monatliches Wohnungsgeld. Dieses beträgt z. Z. bei Verheirateten unter 2 Kindern 600,- ffrs. bei Verheirateten mit 2 Kindern 700,- ffrs. bei Verheirateten mit 3 Kindern u. mehr 800,- ffrs. Auf der Adremaplatte stehen für die 3 Grup ­ pen die Buchstaben a, b und c in der 4. Zeile. Weiteres über das Wohnungsgeld wurde unter „Spalte 2 — St. W. B.“ bereits gesagt. Artikel 35 des Tarifvertrages spricht ebenfalls über das Wohnungsgeld und den Wohnungsbaufonds. Spalte 18: Summa (Steuer- und versicherungs ­ pflichtig). — Hier erscheint der Betrag, von wel ­ chem der Bergmann seine Steuern und Beiträge zahlt. Bei den meisten Belegschaftsmitgliedern stehen in dieser Spalte 2 Zahlen. In der oberen, kleineren Zahl, ist der Monats-Tätigkeitslohn, die Alterszulage, die Ausgleichsentschädigung, das Hausbrand- und das Wohnungsgeld aufaddiert. In der unteren Zahl kommt noch der an die St. W. B. gezahlte Betrag hinzu, von welchem die Steuern und die Knappschaftsbeiträge berech ­ net werden, während der obere Betrag einen Teil des auszuzahlenden Bruttobetrages darstellt. Spalten 19 und 20: Mehrarbeitszuschlag für Werktags- und für Sonntagsschichten. Die Berech ­ nung der in den Spalten 7, 8, 9 und 10 eingetra ­ genen Schichten resp. Schichtenteil erfolgt hier. Für die in einem Monat über die im Betrieb an ­ fallenden Schichten hinauf verfahrenen Überstun ­ den wird für Werktagsschichten ein Zuschlag von 25%, für Sonntagsschichten ein soldier von 50% und für an den hohen Feiertagen verfahrene Schichten ein solcher von 100% gezahlt. Näheres über die Sonn- und Feiertagsarbeit enthält Ar ­ tikel 25 des Tarifvertrages. Spalte 21: Nachtzulage. — Diese erhalten Arbei ­ ter, die auf der Nachtschicht, also zwischen 22 und 6 Uhr oder mindestens der Hälfte der Nacht ­ schicht beschäftigt sind. Die Nachtzulage beträgt 128 ffrs. für die Untertageschicht und 107,50 ffrs. für die Ubertageschicht. Artikel 26 des Tarifver ­ trages enthält weitere Angaben über diese Zu ­ lage. Die Anzahl der verfahrenen Nachtschichten steht am Kopf der Spalte und wird aus dem Schichtenbuch übertragen. Die zu zahlende Naht ­ zulage steht auf der durchgehenden Querlinie. Spalte 22: Feiertagsvergütung. — Hier werden die lt. Gesetz vom Arbeitgeber zu bezahlenden Feiertage, ohne daß eine Arbeitsschicht verfahren wurde, eingetragen. Es handelt sich um folgende Feiertage; 1. Januar, 1. Mai, St. Barbaratag, 1. und 2. Weihnahtstag (sofern sie auf einen Werktag fallen), Ostermontag und Pfingstmontag. Vergütet wird der am voraufgehenden Arbeitstage oder falls der Feiertag auf den 1. eines Monats fällt, der am nächsten Arbeitstag verdiente Lohn. Spalte 23. Fahrgeld. — Diejenigen Arbeiter, die 4 km und mehr von ihrer Arbeitsstätte entfernt wohnen und zur Anfahrt zur Grube die Eisen ­ bahn benützen, erhalten das Fahrgeld mit ihrem Lohn ausbezahlt. Der Tagessatz ist in der 5. Zeile der Adremaplatte aufgedruckt. Dieser Satz wird mit der Anzahl der verfahrenen Arbeitstage (nicht der Schichten) multipliziert. Belegshaftsmitglie ­ der, die Autobusse oder Straßenbahn benützen, erhalten, wie bekannt, kostenlose Karten. Falls sie aber zusätzlihe Fahrten auszuführen haben (bei Sonntagsschichten usw.), die sie bezahlen mußten, wird der hierfür vorgelegte Betrag in voller Höhe auf Grund eines Antrages beim Ver ­ kehrsbüro gleichfalls zurückerstattet und in diese Spalte eingetragen. Hier erscheint auch das sog. Wegegeld, das einzelnen Belegschaftsmitglie ­ dern, die außerhalb der 4 km wohnen und die keine Fahrgelegenheit haben, erhalten können. (Wg. in der 5. Zeile der Adremaplatte). Spalte 24: Frauen- und Kindergeld. — Die Ge ­ währung von Frauen- und Kindergeld ist durdi Gesetz geregelt. Der durdi den Arbeitgeber für die Kasse für Familienzulagen monatlich an den