174 ‘Veh. cC&kndtiieifm Von Max Klein, Sulzbach Über die Bedeutung des Lohnstreifens für das einzelne Belegschaftsmitglied braudien icir nidit näher einzugehen. Jeder Empfänger weiß zunächst, daß nidit nur der Lohn mit allen Zuschlägen und Abzügen auf dem Lohnstreifen aufgeführt ist, er weiß auch, daß seine Verpflichtungen dem Staat, seiner Gemeinde und seiner Kirche gegenüber, die sidi aus seiner Tätigkeit als Lohnempfänger ergeben, durch diese Eintragungen abgegolten sind. Ihm ist weiter bekannt, daß die Anspriidie der knappsdiaftlidien Kranken- und Rentenversicherung durch Abzüge, die auf dem Lohnstreifen ersdieinen, gleichfalls abgedeckt sind. Die Mannigfaltigkeit der auf dem Lohnstreifen stehenden Zahlen, ihr Verhältnis zu ­ einander, ihre Entstehung, ihre Beredmung, usw. ist aber gerade wegen der Vielzahl der Eintragungen für die meisten der Kameraden verwirrend und ein Rätsel. Zweck dieser Zeilen soll es nun sein, die Arbeitskameraden mit den Besonderheiten ihres Lohnstreifens bekannt zu machen und die einzelnen Angaben auf ihren Lohnstreifen in leidit verständlicher Form zu klären. Ein kurzer Überblick zeigt, daß 4 Abteilungen auf dem Lohnstreifen unterschieden werden kön ­ nen: I. die mittels der sogenannten Adremaplatte aufgedruckten Dauer-Angaben (Spalte 1) II. daran anschließend die Berechnung des Bruttolohnes = Gesamtbezüge (Spalten 2-27) III. die Abzüge (Spalten 28-41) IV. ganz rechts der Nettolohn (Spalten 42-46). I. Die Angaben der Adremaplatte An dieser Stelle werden die aufgedruckten Angaben, die Zeichen und Abkürzungen, nur kurz benamt. In den folgenden Abschnitten wird sodann, so weit es notwendig ist, von Fall zu Fall näher und ausführlicher auf ihre Bedeutung eingegangen. Als Vorlage diente die Adremaplatte der Gru ­ ben Reden-Fett und Reden-Flamm. Bei anderen Gruben weicht die Einteilung und Zeichenbil- dung etwas von der Redener ab. 1. Zeile: Werksnummer, Grube, Abteilung, bei Monatslöhnern die Angabe ML. das allen- fallsige Wohnungsgeld, falls Mitglied der B-Kasse, falls Knappschaftsrentner: Kn-Rentner. Vermerkt ist gegebenenfalls noch Prak ­ tikant und falls der Betreffende einen 2. Ausweis erhalten hat, der Vermerk Dupl. Ausw. Bei Grenzgängern steht noch der Ver ­ merk Saarg. und ein Prozentsatz (10—00%), der angibt, wieviel des Net ­ tolohnes dem Betreffenden in bar in Franken ausbezahlt wird. Dabei wird der Rest durch Bank-Uberweisung be ­ zahlt. rente bezieht, so ist dies hier ebenfalls vermerkt. 2. Zeile: Familienname, Vorname, die eigene Re ­ ligionszugehörigkeit und falls davon ab ­ weichend auch die der Ehefrau. EM = eine evtl. Lohnsteuerermäßigung und deren Höhe Kg = Kindergeld und der entsprechende Betrag, der von der Knappschaft bezahlt wird. 3. Zeile: Wohnort, Straße, Haus-Nr. 4. Zeile: v = verheiratet; L = ledig; W = Wit ­ wer; R = Rentner; HL = Haushaltungs ­ vorstand; a, oder b oder c = Wohnungs ­ geld, das Geburtsdatum, die Lohnsteuer ­ gruppe, die nächste Aufrückung für die Alterspunkte, der jetzige Alterspunkt. 5. Zeile: die Lohnzehntel, das Anfahrtsdatum, ein Strich dahinter mit einer Zahl gibt die Anzahl der Jahre an, während welcher die Arbeit bei den SBW unterbrochen war; F = das tägliche Eisenbahn-Fahr ­ geld, die Deputatkohlen-Menge, Wg = das tägliche Wegegeld. 6. Zeile: U = Unfallrente K = Kriegsrente „a“ = arbeitslosenversicherungsfrei KF = Kohlenfahrgeld B. Lehrl. = Berglehrling, H. Lehrl. / Handwerkerlehrling, K. Lehrl. = kaufm. Lehrling. Den Lesern wird somit die Bedeutung dieser Eintragungen klar geworden sein. Wir empfeh ­ len, sich die verschiedenen Eintragungen genau anzusehen und evtl. Berichtigungen, (durch Wohnungs- oder Familienstandsänderungen usw.) gleich zu beantragen. Falls das Belegschaftsmitglied Waisen ­