35 Der Lehrstollen der Grube Velsen Von Ausb.-Fahrsteiger Engel, Velsen In den letzten 30 Jahren hat der Bergbau ein neues Gesicht bekommen. Das Grubengelände hat sich in der Fläche und in der Teufe aus ­ gedehnt. Die Streckenquerschnitte wurden ver ­ größert und die Abbaubetriebspunkte konzen ­ triert. Es entstanden lange Streben mit dazu ­ gehörigen Großladestellen. Viele neue Ma ­ schinen wurden in die Gruben eingeführt; vor allem trat als Antriebsenergie an die Stelle der Druckluft die Elektrizität. An der Saar ging die Entwicklung in gleicher Weise vor sich. Keine Mittel wurden gescheut, um die Gruben ganz zu modernisieren. Es ist leicht einzusehen, daß der Bergmann, der in diesen ständig sich ändernden Gruben arbeitet, auch einem umfassenden Umbildungs ­ prozeß unterworfen ist. Die Saarbergwerke haben diese Entwicklung frühzeitig erkannt. Sie haben ihr dadurch Rech ­ nung getragen, daß sie Einrichtungen schufen, in denen sowohl die jungen Bergleute wie auch die älteren berufsfremden Neubergleute vom Tage ihrer Anfahrt an ausgebildet werden. Eine solche Ausbildungsstätte wurde neben an ­ deren auch auf der Grube Velsen eingerichtet, und zwar in Form eines Lehrstollens, in dem heute Berglehrlinge der Gruben Velsen, Vik ­ toria und Luisenthal ausgebildet werden. Den Ausgangspunkt für die Entwicklung dieses Stol ­ lens bildete eine im Kriege hergestellte Luft- Abb. I LEHRSTOLLEN Kl GRUBE VELSEN WESTFELD Jvn, nSS l