27 Die Sandgewinnung am Westschacht Von Maschinenwerkmeisfer Br unke der Grube Velsen Der in den Jahren 1951 — 1954 errichtete Westschacht der Grube Velsen liegt mitten auf einer in westlicher Richtung abfallenden Bunt ­ sandsteinschicht. Ein in unmittelbarer Nähe un ­ terhalb der Schachtanlage nordwestlich anstei ­ gender Hang ermöglicht die Anlegung einer Sandgrube. Der hier in ausreichendem Maße anfallende Sand soll die ausgekohlten Streben des neuerschlossenen Warndtkohlenfeldes mit Versatz versorgen. Noch sind die Versuche nicht abgeschlossen, in welcher Mischung der Sand in die Streben versetzt werden soll. Die hier vorhandenen Kohlenflöze besitzen zumeist eine steile Lagerung, die bis 45 Grad und darüber ansteigt. Die Versuche gehen nun darauf hin ­ aus, ob der Sand mittels Wasserzusatz in- die Streben gespült werden muß, oder bedingt durch das starke Einfallen trocken versetzt wer ­ den kann. Im ersten Fall soll das Mischungs ­ verhältnis 1 :1 betragen. Bei voll aufgenomme ­ nem Betrieb in den Untertagerevieren des West ­ feldes rechnet man mit ca. 1 500 m 3 Sand pro Tag. SCHEMA o*r SANOGCMWUNG «s~- ¥\f£STSCHACHTdr 6*Ü&£ WlSCH SO*A6$RIH- tOHftrtASCwNr Bwnfß ***&!/Chm Abi ttt&SQVQfT .Qucyßu$‘ Nachstehend soll nun die bei den Saargruben erstmalig zur Anwendung kommende Art der Sandgewinnung beschrieben werden: Die in unmittelbarer Nachbarschaft liegenden Merlebacher Gruben führen dieses Verfahren schon seit längerer Zeit durch. Wir können also hier die dort gesammelten Erfahrungen nutzbringend auswerten. Die Gewinnung kann man in 4 Abschnitte unterteilen. a) Geländevorbereitung. b) Bohren. c) Sprengarbeiten. d) Verladung und Transport. Zu a) Geländevorbereitung: Der mit Busch ­ werk und Baumwurzeln bestandene Sand ­ berg muß von diesen gesäubert werden, um dann den Mutterboden abräumen zu kön ­ nen. Dieser wird später wieder auf die Ab ­ bausohle aufgetragen, damit die Wieder ­ aufforstung des gesamten Gebietes mög ­ lich gemacht werden kann. Hierdurch wird erreicht, daß der Warndt auch an dieser Stelle sein grünes Kleid behält und Industrie und Natur harmonisch ineinander übergehen. Zu b) Bohrarbeiten: Das Lösen der Sandmassen erfolgt durch Sprengarbeit. Die hierzu er ­ forderlichen Bohrlöcher für den Sprengstoff werden mittels einer amerikanischen Schlag ­ drehbohrmaschine, Type „BUCYRUS T 27", siehe Bild Nr. 2 entlang der Abbaufront in seitlichem Abstand von ca. 5 m und von der Böschungskante im Abstand von 5—7 m so ­ wie ca. 10—20 m tief, niedergebracht. Der Bohrlochdurchmesser beträgt 150 mm. Die Bohrmaschine bewegt sich auf Raupen ­ ketten und wird mit einem 15 PS-Motor an- Bohrmaschine getrieben. Dieser kann auf das Fahrwerk bzw. das Bohrwerk geschaltet werden. Die Stromzuführung erfolgt von der Schachtan ­ lage über eine Freileitung auf Hilfsmasten bis in die Nähe des Abbaufeldes. Von hier mit einer Gummischlauchleitung bis zur Bohrmaschine mit einem Aktionsradius von ca. 100 m. Zu c) Sprengarbeiten: Nachdem die Bohrarbei ­ ten beendet sind, erfolgt die eigentliche Schieß- oder Sprengarbeit. Die einzelnen Bohrlöcher werden mit Sprengstoff besetzt. Zur Anwendung gelangt GELATINE-DONA-