8 Herstellung von Hochofenkoks aus nur saarländischer Kohle Fremdkohle wird eingespart - Gut verkäufliche Saar-Fettkohle freigemacht Von Chef-Ing. Schroeder, Heinitz Die Herstellung von gutem Hochofenkoks nur aus Saarkohle ist für die Kokereien an der Saar ein altes Problem, an dessen Lösung schon lange gearbeitet wird. Infolge ihrer Zu ­ sammensetzung und ihres hohen Gehaltes an flüchtigen Bestandteilen ergibt die Saarkohle bei der Verkokung nach dem normalen, alt hergebrachten Verfahren einen Splittrigen Koks mit stengliger Struktur und geringer Festigkeit. Durch seine guten Brenneigenschaften ist jedoch dieser Koks als Hausbrandkoks sehr geeignet und wird auch als solcher geschätzt, für den Einsatz in dem Hochofen muß jedoch seine Festigkeit erheblich verbessert werden. Durch Zumischung von fremder guter Koks ­ kohle kann man auch mit Saarkohle die ge ­ wünschten Eigenschaften eines guten Hochofen ­ kokses erreichen, besonders wenn eine zweck ­ entsprechende Mahlung und eine gute Durch ­ mischung der verschiedenen Kohlen durchge ­ führt wird. Für den Saarbergbau ist diese Lösung jedoch noch nicht befriedigend. Der Bezug von Fremd ­ kohle ist nicht immer hundertprozentig ge ­ sichert, erfordert hohe Frachtkosten und ver ­ ringert ja auch entsprechend den Absatz der eigenen Kohle. Man hat daher schon lange ver ­ sucht, die Fremdkohle durch Magerungsmittel eigener Erzeugung zu ersetzen. Hierfür kommt fein gemahlenes Koksmehl aus dem natürlichen Koksgrusanfall der eigenen Kokserzeugung oder Schwelkoksmehl aus besonders hierfür hergestelltem Schwelgrus in Betracht. Besonders der letztere Zusatz ist für den Saarbergbau von großem Interesse, da der Schwelgrus aus Flammfeinkohle hergestellt wird, einer Kohle, die für die normale Verkokung nicht in Be ­ tracht kommt und die auch sonst schwer ver ­ käuflich ist. Der Zusatz von Schwelkoksmehl zur Er ­ zeugung eines guten Hochofenkokses aus Saarkohle ist schon sehr lange bekannt. Es fehlte jedoch an einem geeigneten Verfah ­ ren, dieses Schwelkoksmehl technisch einwand ­ frei und billig zu erzeugen. Die erste größere Anlage dieser Art, nach ihrem Erfinder Salerni- Wledei-aufbau der Schwelantage in Dillingen