66 ßiiepcliafhtyanvpopt- cUi JMrquHrOs REDEN von M. Klein Gemäß § 26 des Statuts für den saarländischen Bergmann steht allen Belegschaftsmitgliedern, die mindestens 4 km von ihrer Dienststelle entfernt wohnen, entweder die kostenlose Beförderung nach der Arbeitsstelle und zurück zum Wohnort oder die Vergütung der tatsächlichen und nor ­ malen Fahrtkosten zu. Dieser § 26, der gedruckt noch keine 4 Zeilen beansprucht, erfordert aber zur praktischen Durchführung, d. h. um jedem einzelnen Beleg ­ schaftsmitglied gerecht zu werden, eine Unmenge bürokratischer Arbeit. So einfach, wie diese Be ­ stimmung lautet, so vielfältig sind aber anderer ­ seits die zu berücksichtigenden Verhältnisse. Zur Zeit wird diese Bestimmung wie folgt gehand- habt: a) Den Eisenbahn- und Straßembahnbenützern werden die entstandenen Fahrtkosten vergü ­ tet. Wenn dieser Personenkreis die Schichten regelmäßig verfährt, erhält er auf Grund des auf der AdTemaplatte aufigedrudcten Tages ­ satzes die tatsächlich entstandenen Fahrt ­ kosten vergütet. b) Dagegen erhalten die auf die Beförderung mittels Autobusse angewiesenen Belegschafts ­ mitgliedern zu Beginn jeden Monats eine auf ■den Namen lautende Monatskarte. Dies gilt sowohl für die grubeneigenen, als auch für die Autobu:se der Post und der Unternehmer. Diese kostenlose Beförderung bringt dem Berg ­ mann 'gegenüber allen anderen Berufsgruppen große Vorteile. Die Verwaltung zahlt monatlich große Summen, die sonst von allen auf Beför ­ derungsmittel angewiesenen Bergleuten bezahlt werden müssten. Auf Grund des obengenannten § 26 zahlt die Verwaltung weit über 1000 Frs. monatlich je Belegschaftsmitglied, oder rund 1500 Frs. je Belegschaftsmitglied, auf das der § 26 Anwendung findet. Zusätzlich i.t die Verwaltung bemüht, den Transport immer weiter zu verbessern. Die Wün ­ sche der Zuigfahrer werden bei den Fahrplan ­ konferenzen. von uns unterstützt und finden, wenn immer angängig, auch Verständnis bei der Eisenbahnverwaltung. Für die Autobusibenutzer wurden z. B. in REDEN ein eigener Parkplatz angelegt, und zur Zeit sind wir dabei, um den Bergleuten das Überqueren der Hauptstraße in Itzenplitz zu ersparen, den Platz vor der Anlage als Autoplatz herzuricbten. Die Verwaltung ist bestrebt, die Organisation des Bengarbeitertransportes weiter zu verein ­ fachen. So werden wohl bei Erscheinen dieses Artikels an Stelle der Monatskarten zwei Jahres ­ karten an die Belegschaftsmitglieder, die gruben ­ eigene Autobusse benutzen, 'ausgegeben sein. Andererseits darf die Verwaltung aber auch er ­ warten, daß in den der Belegschaft zur Verfügung gestellten Fahrzeugen keine mutwilligen Sachbe ­ schädigungen und Beschmutzungen Vorkommen. Das Verhältnis der Autobusbenutzer zu den ein ­ gesetzten Fahrern ist im allgemeinen gut. Daß wir bisher von Unglücksfällen bewahrt blieben, und daß der Fahrplan, trotz widriger Wetter - Verhältnisse, und trotzdem die Fahrzeuge sozu ­ sagen Tag und Nacht in Betrieb sind, doch c' : n- gehalten werden konnte, verdanken war nur der Tüchtigkeit, dem Arbeitseifer und dem Pflichtbe ­ wußtsein unserer Autobusfahrer, denen wir an dieser Stelle hiermit einen kleinen Dank sagen wollen mit der Bitte an unsere Belegschafts ­ mitglieder, hin und wieder an die Verantwortung zu denken, die ihr Autobusfahrer bei allen Fahr ­ ten immer hat. Gruben-Autobusse warten auf die Abfahrt der Belegschaft