63 schrämen. Sie können somit gleichzeitig schrä ­ men, wobei die untere Schrämmaschine auch zugleich die großen Blöcke, die von der oberen Schrämmaschine herrühren, zerkleinert; außer ­ dem ist ein Schrämen in beiden Richtungen durch Umstellen der Schrämmeißel möglich, so daß die Talfahrt entfällt. Die Anordnung der Meißel auf der Schrämkette muß symmetrisch sein, damit die Kette beim Wenden in die zwei Richtungen schrämen kann. Die Länge des Schrämarmes beträgt 2,00 m. Längs des Panzers sind Aufsteller aufge ­ schraubt und auf diesen Rohrhalter angebracht. Auf dieser von der Grube entworfenen und angefertigten Vorrichtung liegen eine Wasser ­ leitung von 19 mm 0, eine Preßluftleitung von 50 mm 0 und der Signalzug. Die Schräm ­ maschine fährt auf dem Liegenden und wird durch die Rohrhalter gestützt. Der Ausbau besteht aus Gerlach-Stempeln und Gelenkkappen Ruhl G. 1 von 0,90 m oder vorzugsweise 1,00 m. Die Kappenreihen stehen 0,70 m auseinander. Vor dem Schrämen stehen nur zwei Stempelreihen, die 3. wird sofort nach dem Durchgang der Schrämmaschine gestellt. Alle Arbeitsgänge: Schrämen, Verbauen, Aus ­ kohlen, Rücken des Panzers und Rauben erfol ­ gen ausschließlich in der Früh- und Mittags ­ schicht. Der Nachtschicht ist lediglich die Un ­ terhaltung und das Tränken Vorbehalten. Die in Gruppen längs des Stoßes verteilte Beleg ­ schaft macht nacheinander alle vorkommenden Arbeitsgänge in ihrer Gruppe. Lediglich die Schrämer sind spezialisiert, helfen aber auch während ihrer Wartezeit vor Kohle. Die Ar ­ beitsgänge wiederholen sich ohne Unterlaß von der Früh- zur Mittagschicht und von der Mit ­ tagschicht zur nächsten Frühschicht, wobei jedes Drittel dort weitermacht, wo das vorhergehende aufgehört hat. Es gibt keinen starren, an die Zeit gebundenen Rhythmus mehr und je nach den Verhältnissen werden viel oder weniger Kohlen gefördert. Alle Belegschaftsmitglieder, die mit der Koh ­ lengewinnung zu tun haben, werden nach einem gemeinsamen Kameradschaftsgedinge bezahlt, das auf dem Strebfortschritt je Mann aufgebaut ist. Dies bedingt, daß ein echter Ka ­ meradschaftsgeist in der Abteilung herrscht und gerade hierin liegt die Grundlage des Erfolges der Methode. 5. Erzielte Ergebnisse Die erzielten Ergebnisse waren genügend zu ­ friedenstellend, um diese Methode in allen Streben einzuführen. Wenn auch bezügl. der Abteilungsleistung keinerlei auffällige Steige ­ rung beobachtet wurde, so wurde doch bezügl. der Selbstkosten ein beachtenswerter Gewinn erzielt. Dieser ist einerseits zurückzuführen auf SAARLÄNDISCHE GESELLSCHAFT FÜR GRUBENAUSBAU U. TECHNIK m.b.H. Toussaint- Heintzmann- Grubenausbau BE.-Hakenkappe im Einsatz in einem Hobelstreb OTTWEILER Telefon 416