36 ist die Verbindung der einzelnen Anker durch Flach-, Winkel- oder U-Eisen oder Stücke von Flachseil. Diese Bewehrung verstärkt die Bün ­ delung und ermöglicht die Einbringung von Ver ­ zug (s. auch Abb. 3). Selbstverständlich eignet sich nicht jedes Ge ­ stein für die Verankerung. Entscheidend ist die Haftfestigkeit des Ankerkopfes im Bohrloch, die von der Gesteinsart abhängt. Mehrfache Ziehversuche mit hydraulischen Zuggeräten er ­ gaben, daß Schlitzkeilanker in Sandstein und festem Schiefer noch bei Belastungen von 15 bis 20 t nicht zu rutschen begannen. Das sind Werte, die weit über den theoretisch berech ­ neten Lasten liegen und in sicherheitlicher Be ­ ziehung als durchaus genügend gelten können. In weichem Schiefer oder in der Kohle reicht die Klemmkraft des Keilankers jedoch nicht mehr aus, während der Spreizhülsenanker auch hier noch befriedigende Ergebnisse erbrachte. Es versteht sich, daß ein fester Sitz des An ­ kers große Sorgfalt beim Bohren, Setzen der Bolzen und Anziehen der Verschraubung vor ­ aussetzt, da zu lange oder zu kurze Bohrlöcher, ungenügend angetriebene oder verschraubte Ankerbolzen die Tragkraft erheblich herab ­ setzen. Die Bruchfestigkeit der Ankerstange selbst liegt weit über der genannten Klemmkraft. Es besteht deshalb die Absicht, von dem meist verwendeten Durchmesser von 30 auf einen solchen von 22 mm überzugehen, bei dem die Bruchlast immer noch über 16 t beträgt. Die dem verringerten Ankerdurchmesser angepaßten engeren Bohrlöcher verlangen aber andere Bohrstangen und -schneiden als die bisher üb ­ lichen. Für Drehbohrmaschinen ist diese Frage bereits gelöst. Für Bohrhämmer, d. h. beim Boh ­ ren in härterem Gestein, macht das staub ­ sichere Bohren mit schmäleren Bohrkronen je ­ doch noch Schwierigkeiten. Der Ankerausbau besitzt viele Anwendungs- mögiichkeiten. Am meisten hat er bisher Ein ­ gang in solchen Strecken gefunden, in denen mit keinen oder nur mit geringfügigen Abbau ­ wirkungen zu rechnen war, z. B. in Aufhauen, Förder- und Wetterbergen, Aufklärungs- und Rückbaustrecken. Die Flözmächtigkeit betrug dabei zwischen 0,80 und 3,00 m, das Einfallen 6—45°. Das Hangende wird in der Regel unverritzt gelassen und nur eine der Mächtigkeit entspre ­ chende Strosse aufgeschlossen. Wo die Sicher ­ heit es erfordert, werden Unterzüge aus Holz oder einzelne Warnstempel gesetzt. Abb. 4 u. 5 zeigen zwei ausschließlich mit Ankern verbaute Strecken der Gruben Göttelborn und Gries ­ born. Die verschraubten Ankerenden sind gut zu erkennen. Die Bewehrung am Hangenden besteht aus U- bzw. aus Flacheisen, der Ver ­ zug aus eisernen Stäbchen. Insgesamt sind in der Gruppe West 1951 bis Ende Mai 1954 4.600 m Strecken dieser Art in reinem Ankerausbau aufgefahren, die durch ­ weg den Eindruck größter Sicherheit machen. Dazu kommt eine ausgedehnte Verwendung im Kammerbau der Grube Griesborn und neuerdings in Göttelborn. J£e//una c/er finferöo/zen Mi