29 Vollautomatische Umfüllstelle der Grube Frankenholz Von Maschinensteiger Urban Omlor 1. Die Umstellung der Förderung von Franken- holz nach Schacht St. Barbara Die Förderung der Grube Frankenholz wurde bisher an Schacht I der Grube nach über Tage gehoben und von hier mit einer 3,5 km langen Seilbahn, der am Bahnhof Bexbach gelegenen Kohlenwäsche zugebracht. Im Zuge der Entwicklung wurde auf der alten Grube Bexbach der neue Schacht St. Barbara bis zur 10. Sohle geteuft und durch einen Quer ­ schlag mit der Grube Frankenholz verbunden. Der Schacht St. Barbara wurde für Gestellförde ­ rung mit 5000-Ltr.-Großraumwagen eingerichtet. Die Unterhaltung der bisherigen Seilbahn und der Antransport von Material vom Bahnhof Bexbach zur Grube Frankenholz mit Lastwagen war für die Grube eine außerordentliche finan ­ zielle Belastung. Anfang Juni 1954 wurde die Gesamtförderung der Grube Frankenholz auf St. Barbara umgestellt. Diese Umstellung be ­ dingte, daß die bisher im Betrieb befindlichen 1000-Liter-Kleinraumwagen der Grube Franken ­ holz im Verkehr der 10. Sohle ausrangiert und durch die 5000-Liter-Großraumwagen ersetzt wurden. Die Verwendung der Großraumwagen an den Ladestellen der 10. Sohle machte keine wesentliche Schwierigkeit, da die Wagen nach dem Beladen an den Ladestellen sofort dem Hauptquerschlag 10. Sohle zugebracht werden können. Da jedoch z. Zt. noch ein großer Teil der Hauptabbau-Abt. der Grube Frankenholz nach der 11 .Sohle fördert und diese Kohlen mittels des Blindschachtes II, der nur für Förderung mit Kleinraumwagen eingerichtet ist, zur 10. Sohle gehoben werden müssen, war es not ­ wendig, unmittelbar in der Nähe des Schachtes II eine Umfüllstelie zu schaffen, um so den Inhalt der Kleinraumwagen in Großraumwagen um ­ zufüllen. Vorstehend soll ein kleiner Überblick über die Umstellung der Förderung von Kleinraum ­ wagen auf Großraumwagen gegeben sein. 2. Wie entstand die vollautomatische Umfüll ­ stelle? Die Umfüllstelle mit den dazugehörigen För ­ dermitteln und Einrichtungen wurde zunächst projektiert und ausbaureif gemacht. Hier zeigte es sich, daß die Unterhaltung bzw. Bedienung dieser Einrichtung mehrere Mann Personal er ­ fordere und somit die hier geförderte Kohle wesentlich verteuern würde. Die Grube Frankenholz befaßte sich daher mit dem Gedanken, die zu schaffende Einrich ­ tung vollautomatisch zu machen, was auch ge ­ lungen ist. Abb. I