25 Die mechanisierten Vorrichtungen Kombination: Bohrwagen und Joy- Lademaschine verdoppelt die Leistung, verringert die Kosten Die pensionierten Bergleute, welche diesen Artikel lesen, können wahrscheinlich ihren Be ­ kannten viel besser erzählen, wie es ihnen ge ­ lungen ist, eine Strecke 50 cm am Tage vorzu ­ treiben. Sie hatten ja nur einen Schlagbohrer und einen Schlägel, um die Schießlöcher zu bohren. Die Schüsse mußten sie mit einer Zünd ­ schnur zünden und brauchten so mehrere Stun ­ den, um einen Abschlag hinzulegen. Sie muß ­ ten ihn von Hand wegladen, eine Tatsache, die wir heute leider noch zu oft in unseren Vor ­ trieben antreffen. Ihre Enkel allerdings konnten ihnen von den Erfolgen erzählen, die man mit der Schlag ­ drehbohrmaschine „Albo" auf Grube Maybach erreicht hat. Diese Maschine bohrt 1,50 m in der Minute im härtesten Konglomerat genau so auf Grube Maybach schnell, wie es der Schlagbohrer in weicher Gartenerde getan hätte. Dieser Fortschritt ist genau so natürlich, wie es der vom Pferde ­ wagen bis zum Mercedes 300 gewesen ist. Um dies besser zu begreifen, ist es sicher interessant, die Fortschritte zu untersuchen, die in den letzten Jahren auf Grube Maybach er ­ reicht worden sind. a) Im Jahre 1950 mußte eine Partie von 12 Mann immer noch von Hand wegladen, sei es auf Förderbänder oder direkt in die Wa ­ gen. Sie erreichte eine Leistung von 20 bis 21 cm pro Schicht und Mann bei einem Querschnitt von 8,9 m 2 . Damals erhielt man einen Abschlag, indem man zuerst den „Ein ­ bruch" pickte, d. h. man machte mit dem Pickhammer in der Kohle ein Loch von 2 m Bohrwagen - Lademaschine