15 4. Schachtausbau Zur Schachtmauerung werden Formsteine ver ­ wendet, die im Füllort der 3. Sohle hergestellt werden (siehe Abb. 3). Das Gewicht eines Formsteines beträgt 40 kg. Wir mauern je ­ weils Schachtstöße von 8 m Höhe. Der Hohl- raum zwischen Schachtmauer und Schachtstoß wird mit Beton verfällt. Nach dem Mauern erfolgt das Einbauen der Schachteinstriche, das Vorbauen des Lutten ­ stranges und der Rohrleitung sowie der Fahrten. =4kJgj + + + +- + + + + + + + + + + + r-— J L j r——' r~~- r- j s— pp“] u U 190 Abbildung 2 - Die Gesamtfahrbahnlänge Und nun wieder zurück zur mechanischen Ladearbeit. Bei einem lichten Schachtdurchmes ­ ser von 5,10 m rechnet man mit einem Aus ­ bruchdurchmesser von 6,10 m, was bei einem Abschlag von 2,8 m ein Haufwerk von rund 85 m 3 ergibt. Nach dem Abtun der Schüsse wird die zur Beleuchtung verwendete Schachtsonne eingelas ­ sen und die Einstriche werden von hochge ­ schleuderten Bergstücken freigemacht. Sodann müssen ein bis zwei Kübel von Hand geladen werden, damit das Gestänge für die Lade ­ maschine auf dem Haufwerk verlegt werden kann, um dem Lader überhaupt eine gewisse Vorgabe zu schaffen. Nun werden vom Füllort, 3. Sohle, aus nacheinander Gestänge und Lade ­ maschine zur Schachtsohle mittels Abteufhaspel eingelassen. Das Gestänge wird etwas geneigt verlegt, der Lader darauf gesetzt und die er ­ forderlichen Anschlüsse für Preßluft hergestellt, dann erst ist der Lader einsatzbereit, dessen grundsätzliche Arbeitsweise wie folgt festliegt: Der Schaufellader arbeitet sich, vergleichbar einem Schraubengang oder einer Wendeltreppe in das Haufwerk des Abschlages hinein, so daß er auf einer Seite stets eine Art Hauf- Abbildung 3 - Formsteine werkböschung vor sich hat. Die Schaufel des Laders kann nach beiden Seiten und nach vorne hin ausholen und das gegriffene Haufwerk in den seitlich hinter dem Lader aufgestellten Kübel entleeren. Das Gestänge wird, sobald die Vorgabe von etwa 4 m weggeladen ist, nach der Seite hin zur neuen Haufwerkwand Abbildung 4 - Wegladen des Haufwerkes