75 Wissenschaft nachweisen kann, daß der Gene ­ rator, der diese erzeugen soll, im allgemeinen nicht die Größe der zu erzeugenden Wellen ­ länge erreichen darf. Die Schwingungen der Starkstromtechnik kann man deshalb noch mit ausgesprochenen Maschinen erzeugen, während man die hochfrequenten Schwingungen für Rundfunk und UKW mittels Elektronenröhren darstellen kann. Dabei müssen diese Röhren mit abnehmender Wellenlänge immer kleiner wer ­ den. Für Wellenlängen von Tausendstel und Millionstel Millimeter kann aber menschliche Kunst keine Röhren mehr herstellen. Hier können wir nur auf die Natur selbst zurück ­ greifen, die die Atome hierfür als Schwingungs ­ erzeuger ausgerüstet hat. Bekanntlich bestehen ja die Atome als kleinste Bausteine der Materie aus einem Kern, der von Elektronen umkreist wird. Damit hat die Natur elektronische Geräte von einer Präzision, die keine technische Elek ­ tronenröhre erreichen kann, geschaffen. Die Schwingungserzeugung sehr kurzer elektrischer Wellen beruht dabei auf einer Beeinflussung der Elektronenbahnen, da die Elektronen unter bestimmten Umständen veranlaßt werden können, Sprünge zwischen verschiedenen Bah ­ nen auszuführen. Dazu bestehen zwei Möglich ­ keiten, und wir sprechen zur Kennzeichnung beider vorweggreifend von „warmem" und „kaltem Licht". Leuchtslotiröhren über Glas in einem Bank-Schalterraum Dekorative Deckenkrone mit Hochspannungsleuchtstoifröhren (Stadttheater Duisburg) Da Wärme eine Energieform ist, bedeutet Erwärmung eines Körpers eine Energiezufuhr für alle Atome dieses Körpers, auf die diese Atome irgendwie reagieren müssen. Um das Energiegleichgewicht in der Natur zu wahren, gibt dabei jeder Körper, sowie seine Tempe ­ ratur die der Umgebung überschreitet, durch Strahlung wieder Energie an die Umgebung ab. Diese Strahlung ist die Folge von Bahnsprüngen der Elektronen, die ihrerseits durch die Tempe ­ raturzunahme verursacht werden. Die Wellen ­ länge der abgegebenen Strahlung ist dabei um so kleiner, je höher die Temperatur ansteigt, während die Größe der abgestrahlten Energie mit der vierten Potenz der Temperatur zu ­ nimmt. Zwischen der Temperatur und der Art der Strahlung besteht folgender Zusammenhang: unter 500 Grad Celsius Wärmestrahlung (Heizung, Ofen) 580 ,, ,, erste, schwache, im Dunkeln wahrnehmbare graue Licht ­ strahlung (Ofenrohr) ca. 750 ca. 1000-1200 „ dunkelrotes Licht I ,„ L ... (Stahl) hellrotes Licht I ca. 1200-2000 „ ca. 2000-3000 „ rotgelb-hellgelbes Licht weißgelbes Licht (Glüh ­ lampen) ca.5500 „ ca. 1 Million ,, weißes Tageslicht (Sonnen ­ oberfläche) Röntgen- und radioaktive Strahlung (Atombombe)