48 des Förderkorbes wird auch von den Hilfsein ­ steigstellen die Fertigmeldung unmittelbar zum Maschinenraum gegeben. Die Abgabe der Fertig ­ meldung von den einzelnen Anschlagpunkten geschieht durch Drücken einer Taste, wobei dann als Kontrolle für den Anschläger eine Lampe in der Taste aufleuchtet. Die Fertigmeldungen wer ­ den durch Relais im Maschinenraum solange gespeichert, bis sämtliche Fertigmeldungen ab ­ gegeben sind. Daraufhin wird das Signal zur Abfahrt optisch und akustisch angezeigt. Mittels eines Kontaktes am Fördermaschinenbremshebel werden die Kontrolleuchten in den Fertigmelde ­ tasten sowie das Abfahrtsignal beim Lösen der Bremsen gelöscht. Um dem Förderbetrieb bei Seilfahrt die größte Sicherheit zu geben, wurden die Fertigsignal ­ anlagen eingerichtet, daß bei nicht vollzähliger Abgabe der Fertigmeldung sofort das Notsignal ertönt, falls der Bremshebel vorzeitig gelüftet wird. Diese Sicherheitseinrichtungen wurden auf Verfügung des Oberbergamtes in allen Fertig ­ signalanlagen eingebaut. Neben den hier beschriebenen besitzt jede Signalanlage noch folgende zusätzliche, aber nicht minder wichtige Einrichtungen: — Ein Schachthammersignal zur Signalgabe bei Schachtrevisionen und Reparaturarbeiten im Schacht. Es ist dies ein Signalschalter über der Hängebank, an dessen Betätigungshebel ein durch den ganzen Schacht reichendes Zugseil befestigt ist. Als Signalempfänger befindet sich im Maschinenraum ein Einschlagwecker. — Eine Notsignaleinrichtung zur Durchgabe von Notsignalen, die, um ihre mißbräuchliche Benutzung zu vermeiden, mit einer Zeiteinrich ­ tung versehen ist, die bewirkt, daß die Not ­ hupen bei jeder Betätigung fünf Sekunden lang ertönen. — Eine Schachtfernsprechanlage sowie op ­ tische Signale „Bremse zu*, „Seilfahrt" usw. Im Gegensatz zur Gestellförderung, bei der volle Wagen zu Tage und leere Wagen zurück ­ gebracht werden, steht die Gefäß- oder Skip ­ förderung, bei der die Kohle in einem Gefäß (Fassungsvermögen bis zu 10 t) gehoben wird. Da bei der Skipförderung nur an der Belade ­ stelle ein Bedienungsmann erforderlich ist, der den Kreislauf der beladenen und leeren Wagen regelt, wurden selbsttätige Signalanlagen ent ­ wickelt. Bei diesen werden die Signale durch Schalter gegeben, die mechanisch mit den För- der- und Füllvorrichtungen verbunden sind. Die Funktion der Anlagen ist wie folgt: Das leere Gefäß fährt in Füllstellung, wobei es den sogenannten Gefäßschalter betätigt. Die ­ ser schaltet eine Lampe „Gefäß I in Füllstel ­ lung" ein und gibt über ein elektromagnetisches Luftventil die Preßluft zur Betätigung der Füll ­ klappe und des Spaltschiebers durch den Be ­ dienungsmann frei. Der Spaltschieber ist eine Vorrichtung, die bei Betätigung den Spalt zwi ­ schen der Füllöffnung des Gefäßes und der Füll ­ klappe am Füllort überbrückt. Ist der Spalt ­ schieber vorgeschoben, so wird die Füllklappe geöffnet und das Gefäß gefüllt. Spaltschieber und Füllklappe betätigen je einen Schalter, die das Abfahrtsignal vorbereiten. Nach dem Zurück ­ nehmen des Spaltschiebers und nach dem Schlie ­ ßen der Füllklappe wird das Abfahrtsignal auto ­ matisch durch die oben erwähnten Schalter in den Fördermaschinenraum gegeben. Das aku ­ stische Abfahrtsignal erlischt bei der Abfahrt und das optische dann, wenn Gefäß II den Ge ­ fäßschalter betätigt. Diese Skipsignalanlagen haben sich seit ihrer Einführung bestens bewährt. Zum Schluß seien noch die vollautomatischen Fördereinrichtungen, wie sie sich in Luisenthal und Ste. Barbe befinden, erwähnt. Bei diesen Anlagen mit Gestellförderung vollzieht sich das Umsetzen und das Treiben in Verbindung mit der Schachtsignalanlage vollautomatisch. Der Maschinist überwacht nur das Fördergeschehen sowie die Kontrollgeräte ohne selbst einzugrei ­ fen; bei Seilfahrt jedoch übernimmt er wieder selbst die Steuerung der Maschine.