30 Bild 3: Schrämmaschine beim Laden während der Talfahrt Bild 4: Schrämmaschine mit nachfolgendem Räumpflug tem Ausleger und entgegen ­ gesetzt laufender Kette an der soeben geschrämten und geschossenen Kohlenfront entlang wieder zurück nach unten fahren. Somit konnte alle über dem unteren Schrämschlitz (bei Doppel ­ schram) stehende Kohle ma ­ schinell in den Panzerförderer geladen werden. (Bild 3). Zur Durchführung dieser Arbeit wurde lange über die Art der Besetzung der Meißelhalter diskutiert und versucht. Man konstruierte besondere Räumketten mit besonders breiten Platten, oder man formte bereits nicht mehr einsatzfähige Meißel zu löffelartigen Gebilden um. Alle aufgewandte Mühe hat sich jedoch in der Praxis nur als guter Wille gezeigt. Das einfache entgegengesetzte Laufenlassen der Schrämkette mit allenfalls entgegenge ­ setzt eingelegten Meißeln hat sich als die beste, schnellste und billigste Art bewährt. Die dadurch erhöht auftreten ­ den Meißelverluste sind so gering, daß sie gar nicht ins Gewicht fallen. Daß natürlich die gesamte Schrämmaschine ungleich mehr als bei normaler Schrämarbeit belastet wird, ist ganz verständlich. Daher sind, vor allem auch wegen der verschiedenen Geschwin ­ digkeiten, nicht alle bei den Saargruben eingesetzten Ma ­ schinentypen zum Laden oder Räumen geeignet. Für diesen Zweck besonders geeignet ist einmal die elektrohydraulische Groß-Schräm- maschine SE III und dann, nach Einbau der erhöhten Geschwindigkeiten die Groß-Schräm- maschine AB 15. Nach diesem System wird heute bereits in 23 Prozent aller bei den Saargruben im Abbau stehender! Streben geschrämt und mechanisch geladen, wobei diese Zahl sich laufend erhöht. Daß diese Art der mechanischen Kohlengewin ­ nung nicht in jedem Streb bzw. Flöz anzuwen ­ den ist, ist jedem Bergmann klar. Im Prinzip ist dieses Problem jedoch gelöst, und Bergleute sowie Techniker sind laufend dabei, Verbesse ­ rungen und neue Ideen zu verwirklichen. Eine dieser Ideen ist das direkte Laden bzw. Räumen unmittelbar hinter der schrämenden Maschine, und zwar mit einem sogenannten Ladepflug. Von allen bisherigen Versuchen zeigt Bild 4 einen in der Praxis bereits bewährten Räumpflug, den die Maschine hinter sich her ­ zieht. Das System ist dabei sehr einfach, denn die Kohle wird durch die Bewegung des Pfluges, der ja eine schiefe Ebene darstellt, gezwungen, an der glatten Blechwand in der Richtung zum Panzerförderer vorbei in diesen zu gleiten. So ­ mit wird alle bereits lose und auch noch leicht hängende Kohle, die sich im Bereich des Pfluges befindet, in den Förderer transportiert. Nachdem dieses Ziel nun erreicht ist und in seiner technischen Vervollkommnung noch wei ­ ter ausgebaut wird, sind bereits die ersten Ver ­ suche im Gange, die während des Schrämens