27 der Handwerkskammer ausgestellt wird, den Facharbeiterbrief für die technischen Zeichner und Chemielaboranten, den Bergvermessungs ­ techniker-, den Kaufmannsgehilfen- oder den Bürogehilfenbrief, die Fahrhauer- und Meister ­ bescheinigung, das Steiger-Abschlußzeugnis oder noch andere, von der Regie des Mines für die Teilnehmer an Sonderlehrgängen nach be ­ standener Prüfung ausgestellte Zeugnisse. Der Lehrling und der Knappe Die Berufsausbildung, die dabei auf den Saar ­ gruben selbst erteilt wird, dient zunächst ein- m mal der Heranbildung der Knappen. Im Saar ­ land ist für den Bergmannsberuf eine drei ­ jährige, normale Berufsausbildung vorgeschrie ­ ben. Der Berglehrling schließt nach bestandener Aufnahmeprüfung mit der Regie des Mines einen Lehrvertrag ab und wird in die beim Oberbergamt geführte Lehrlingsrolle einge ­ schrieben. Das Mindestalter für die Anlegung ist 14 Jahre. Im Alter von 14 bis 16 Jahren erhält der Lehrling seine praktische Ausbildung über Tage, nämlich in den Lehrstätten und Lehr ­ stollen ebenso wie auf den verschiedenen Ubertageanlagen wie Sieberei, Holzplatz und Werkstatt für die Instandhaltung der Maschinen und des Grubenmaterials und auf den Bau ­ stellen. Mit 16 Jahren fährt er in die Grube ein und arbeitet während eines Jahres im Lehr ­ revier, wo er sich unter der Anleitung von Ausbildungshauern und -steigern mit den Unter ­ tagearbeiten vertraut macht. Die Ausbildungs ­ zeit wird jedoch auf zwei Jahre für die mit 16 Jahren und auf eineinhalb Jahre für die mit 17 Jahren angelegten Lehrlinge herabgesetzt. Sämtliche Lehrlinge sind zum Besuch der berg ­ männischen Berufsschule für 40 volle Schichten während jedes Ausbildungsjahres verpflichtet. Die Lehrpläne werden der Bergbehörde zur Ge ­ nehmigung vorgelegt. Am Schluß der Ausbil ­ dung findet dann die Knappenprüfung statt, die in Anwesenheit von Vertretern der Bergbe ­ hörde abgehalten wird und sich sowohl auf eine praktische Prüfung unter Tage als auch auf schriftliche Arbeiten und eine mündliche Prüfung erstreckt. Der Knappenbrief mit dem goldenen Schlägel und Eisen auf dem schwarzen Einband wird in feierlicher Form in einer Ver ­ anstaltung überreicht, an der „die Ingenieure, Aufsichtspersonen und Lehrer der Grube und die Vertreter des Oberbergamtes teilnehmen. Aus dem Knappen wird ein Hauer. Nach zwei ­ jähriger Tätigkeit in der Grube, die nach einem von der Bergbehörde genehmigten Programm geregelt wird, und nach Teilnahme an einem 60stündigen theoretischen Lehrgang kann der Knappe die Hauerprüfung ablegen. Für die Bergleute, die erst nach erreichtem 18. Lebensjahr auf der Grube angelegt werden, ist eine kürzere Ausbildungszeit vorgesehen. Nach einer zweiwöchigen Lehrzeit einführenden Das Bergeauslesen erfordert alle Aufmerksamkeit der Lehrlinge Charakters über Tage, während der sie z. B. lernen, einen Stempel zu schneiden und die Untertagemaschinen umzulegen und während der sie insbesondere mit den Unfallverhütungs ­ vorschriften bekannt gemacht werden, arbeiten sie sechs Monate im Lehrrevier. Danach werden sie an verschiedenen Betriebspunkten unter der Anleitung von ausgebildeten Hauern beschäf ­ tigt. Nach dreijähriger Tätigkeit unter Tage können sie am Hauerlehrgang teilnehmen und die Hauerprüfung ablegen. Alle benötigten Handwerker, nämlich die Schlosser, Dreher, Schmiede, Elektriker, Elektro ­ wickler, Elektromechaniker, Fernmeldemonteure, Kraftfahrzeugschlosser und Schreiner erhalten ihre vollständige Ausbildung in den Berufs ­ schulen und den Betrieben der Regie. Auch die Zeichner, Laboranten, Vermessungs ­ techniker und Bürolehrlinge machen eine drei ­ jährige Lehrzeit durch. Sie besuchen 40 Tage im Jahr eine öffentliche Berufsschule und legen die Schlußprüfung vor der Industrie- und Handels ­ kammer ab. Fahrhauer und Meister sind Aufsichts ­ personen, die auf der Grube an einem Sonder ­ lehrgang, bestehend aus 30 zweistündigen Vor ­ trägen im Laufe von ungefähr zwei Monaten, und an einer zusätzlichen Ausbildung von sechs