14 ERG ARBEITER-EIGEN HE IM Die Bauinteressengemeinschaften der Bergleute im Saarland Das Ziel jeder gesunden Sozialwirtschaft ist der Bau von Eigenheimen für die arbeitende Bevölkerung, um dadurch das Interesse des Einzelnen für Heim und Familie zu wecken, und somit dem an der Saar bodenständigen Ar ­ beiter die „eigene Scholle" zu ermöglichen oder zu erhalten. Bei der durch die Regie des Mines in Zusam ­ menarbeit mit der Stiftung der Bergleute durch ­ geführten Baudarlehens-Aktion wurde festge ­ stellt, daß in weitaus überwiegendem Maße, Bergarbeiter, welche in ländlichen Gemeinden wohnen, Anträge auf Bauzuschüsse gestellt haben, weil diese meist mietfrei wohnten, Grundbesitz hatten, durch die landwirtschaft ­ treibenden Familienangehörigen billiger lebten und somit das erforderliche Eigenkapital auf ­ bringen konnten, ebenso wie durch gegenseitige Hilfe die Eigenleistungen besser stellen konnten. Für die in städtischen Gemeinden ansässigen Bergarbeiter stellt sich das Problem ganz anders. Wohnküche mit Ausgang zur Terrasse Siedlung Neuweiler Treppenhaus Siedlung Neuweiler — Sie wohnen in Miete, haben kein Ackerland oder Baugelände, und ihr Leben ist in jeder Beziehung teurer, so daß für sie die Aufbringung des erforderlichen Anfangskapitals, sowie Be ­ schaffung eines bergsicheren Baugeländes zum Bau von Einfamilienhäusern äußerst schwierig ist. Um diesen sogenannten städtischen Berg ­ arbeitern dieselben Vorteile wie ihren in länd ­ lichen Gemeinden wohnhaften Kameraden zu ­ kommen zu lassen, ist durch die Rögie des Mines in Zusammenarbeit mit den entsprechen ­ den Gemeinden, sowie des Landesplanungs ­ amtes Siedlungsgelände möglichst in der Nähe der jeweiligen Gruben auf bergsicherem Boden ausfindig gemacht, durch die Gemeinden oder die Regie zur Verfügung gestellt, durch die Planungsabteilung der Regie vermessen und im Rahmen der Gesamtplanung des Landes ­ planungsamtes bearbeitet worden, um dadurch größere, geschlossene Siedlungen in Gemein-