21 müßte mehr verdienen. Ein an ­ derer sagte wieder, was ihn be ­ träfe, so sei er ganz zufrieden. Ein dritter meinte, die Wasch ­ kaue sei zu klein und ein vier ­ ter hatte wieder andere Sorgen. Die Herren Obersteiger tauch ­ ten in der Geschichte ihrer Gruben unter. Jede Grube meinte, sie sei prozentuell ge ­ rechnet die beste — kurz, es war schon eine Freude, mitan- zuhören, wie viele gute und gewandte, beschlagene und ver ­ schmitzte Sprecher wir haben. Witz- und Geschichtenerzähler, ja sogar Dichter und Sänger fehlten nicht. . . Den Herren von Radio Saar ­ brücken gingen die Augen über von so viel „Material" für so viele Sendungen. Sie hatten bald heraus, daß es in den Kaf ­ feeküchen der Regie des Mines gemütlich ist, und alsbald wur ­ den die Sendungen, soweit sie nicht unter Tag stattfanden, in die Kaffeeküche zwecks Auf ­ nahme verlegt. Hier hatte man Zeit und Ruhe, seine „Drähte" zu ziehen, und die Mitsprecher fanden sich bald mit den Leu ­ ten vom Funk zu einer Art ge ­ mütlicher Tafelrunde zusammen — wobei sie fast nicht merkten, daß die Aufnahme in Gang war. Die Zeichnungen wurden an Ort und Stelle von Kurt Geiss skizziert. VORBESPRECHUNG IM O BE RST E1G E RBü RO GRUBE MELLIN Eine Rundfunksendung muß auch vorbesprochen werden. Hier sehen wir den Leiter des Zeitfunks von Radio Saarbrücken, Wilhelm Diederich (ganz links), mit seinem Kollegen Fourmann, Obersteiger John und Maschinenwerkmeister Schneidmüller (ganz rechts am Schreibtisch stehend). SO KAMEN UNSERE SENDUNGEN ZUSTANDE: Jeder sagt, was er denkt. Bild aus der Kaffeeküche Mellin. Links: Stellvertretender Betriebsobmann Klein Johann, daneben Bergmann Burger, Berglehrling Feldes und der Radio-Reporter (beide vom Rücken gesehen) und ganz rechts Obersteiger Jonn.