io NEUFANG MALZBIER z. B. innerhalb der Wicklung eines Generators ein Windungsschluß auf, so bewirkt ein ent ­ sprechendes Relais das automatische Abschalten des Leistungsschalters dieser Maschine bei gleichzeitiger optischer und akustischer Mel ­ dung des Schadens. Andere Einrichtungen be ­ wirken dasselbe, wenn z. B. ein Leiter unter ­ brochen wird oder mit „Erde" in Berührung kommt. Alle diese Schutzeinrichtungen der elek ­ trischen Maschinen und Geräte können nun nicht unmittelbar an die hochspannungsführen ­ den Leitungen angeschlossen werden. So sind vielmehr besondere Apparate zwischengeschaltet und zwar Spannungs- und Stromwandler, welche die Aufgabe haben, die Hochspannung in einem gegebenen Verhältnis herunter zu transfor ­ mieren, z. B. von 10 000 Volt auf 100 Volt. Die Stromwandler erfüllen den gleichen Zweck. Sie geben sekundärseitig einen Strom ab, der ver ­ hältnisgleich zu demjenigen der Oberspannungs ­ seite ist. Alle Veränderungen der Spannung und des Stromes auf der Hochspannungsseite werden in den Geräten auf der Niederspannungsseite ver ­ hältnisgleich angezeigt. Dieses Verhältnis nennt man Übersetzungsverhältnis, es ist abhängig von der Zahl der Windungen ihrer Wicklungen. Die Sekundärspannungen und Ströme sind es, welche die Zähler, Anzeige- und Schutzgeräte durchfließen und dort ihre Aufgabe erfüllen. Eine weitere wichtige Aufgabe steht dem Span ­ nungsregler der Maschine zu. Er ist gespeist von der Sekundärspannung und dem Sekundär ­ strom der zugehörigen Maschine und regelt nun, wie sein Name sagt, die Spannung seiner Maschine, so daß dieselbe stets auf gleicher Höhe bleibt. Seine Wirkungsweise beruht dar ­ auf, daß drei Spulen genau wie bei einem Motor vom Drehstrom gespeist werden und so ein Drehmoment in einem dazwischen liegen ­ den Anker erzeugen. Diesem Drehmoment ent ­ gegen wirkt eine Feder, deren Vorspannung über einen bestimmten Bereich verstellt werden kann. Der eingestellte Wert entspricht nun der gewünschten Netzspannung, welche durch den sich drehenden Anker immer wieder eingestellt wird, wenn die aufgedrückte Netzspannung sich aus irgendeinem Grunde verändert haben sollte. Nicht nur die Maschinen eines Kraftwerkes sind mit Schutz- und Steuereinrichtungen ver ­ sehen. Dasselbe ist der Fall bei jedem anderen Abgang, sei es ein Kabel, das zu einem Ab ­ nehmer führt, oder ein Transformator, welcher den Eigenbedarf des Kraftwerkes versorgt. Diese Abgänge sind ebenfalls mit Spannungs ­ und Stromwandler ausgerüstet, die ihrerseits die Zähler speisen, welche die abgegebenen kWh messen oder auch Überstromrelais in Tätigkeit setzen, wenn die Belastung des be ­ treffenden Abganges den zulässigen Wert über ­ steigt. Die Wirkungsweise eines solchen Relais beruht darauf, daß eine Magnetspule von dem Sekundärstrom des Stromwandlers durchflossen wird. Die Anziehungskraft des Magneten wird um so größer, je größer der ihn durchfließende Strom ist. Erreicht dieser den eingestellten Wert, so schließt der Magnetanker den Aus- lösekontakt zum Leistungsschalter und der Ab ­ gang schaltet automatisch ab. Es würde zu weit führen, alle in einem modernen Kraftwerk vorhandenen Schutz-, Steuer- und Meßeinrichtungen zu beschreiben. Es sei deshalb noch kurz auf die Betätigung der einzelnen Anlageteile eingegangen. Dieselbe geschieht ausschließlich auf automatischem Wege durch Fernschaltung. Der Wärter kann von der Schaltwarte aus die Trenn- und Leistungs ­ schalter durch Druckknopfbetätigung schließen oder öffnen. Besondere Kontaktgeber zeigen ihm sofort den Schaltzustand an. Außerdem sind Vorkehrungen getroffen, die eine Fehl- schaltung weitgehend verhindern. So ist es z. B. nicht möglich, den Trennschalter einer Maschine abzuschalten, wenn deren Leistungs ­ schalter noch eingeschaltet ist. Diese Art der Schutzschaltung bezeichnet man mit Verriege ­ lung. Sie ist auf den verschiedensten Gebieten des elektrischen Betriebes angewandt. Zum Schluß seien noch einige Zahlen über den Wärmeverbrauch eines modernen Kraft ­ werks genannt. In ihm werden 20 bis 22 # /o der gebundenen Wärme des angelieferten Brenn ­ stoffes in elektrische Energie umgewandelt, rund 55 °/o gehen mit dem Kühlwasser der Kon ­ densatoren über die Rückkühlanlagen in die freie Atmosphäre. Der Rest von ca. 23 bis 25 % setzt sich zusammen aus Kessel- und Strah ­ lungsverlusten, sowie den Verlusten an mecha ­ nischer Kraft. Zur Erzeugung einer kWh, deren Wärme ­ wert 860 kcal beträgt, muß also bei modernsten Kraftwerksanlagen noch etwa das Vier- bis Fünffache an Brennstoffwärme aufgewendet werden. CERLACH C.m.b.H. Homburg-Saar Grubenstempel — Geienkkappen — Setzvorrichtungen