84 folgreich durch Sprühdüsen (mit Druckwasser) oder durch N e - b e 1 d ü s e n (mit Druckwasser und Preßluft) bekämpft. Die bei der Kohlengewinnung entstehenden Stäube sind nicht nur lästig, sondern können auch je nach Größe des Bergeanteils gefährlich sein. Wirkungsvolle Bekämpfungs ­ maßnahmen stellen das Stoß- tränkverfahren und das Naßschrämen dar. Die Stoß ­ tränkung bietet zudem den Vorteil der Kohlenauflockerung: Schwierig ­ keiten können jedoch bei gebrä- chem Hangenden auftreten, so daß das Verfahren nur bedingt durch ­ führbar ist. Während bei den Saar ­ gruben das Naßschrämen erst im Anlaufen ist, arbeiten bereits 33 # /» aller Strebe mit Stoßtränkung. rende Oberflächenspannung verfügt, hängt von der Art der mineralogischen Zusammensetzung sowie der Korngröße der Stäube ab. Je feiner die Stäube sind, um so schwerer lassen sie sich durch Wasser benetzen. Mehr noch als der Gesteinsstaub ist es der Kohlenstaub, der sich gegen die Benetzung durch Wasser hartnäckig zur Wehr setzt. Die Entwicklung feinster Stäube findet zweifels ­ ohne bei der Bohrarbeit statt. Das Naßbohren mit ­ tels Hohlbohrer gewährleistet die wirkungs ­ vollste Bohrstaubbekämpfung. Die beiden bei den Saargruben eingeführten Bohrverfahren mit seitlicher Wasserzufuhr zum Hohlbohrer mittels Spül ­ kopfes (Abb. 5) und mit zentraler Wasserzufuhr durch den Bohrhammer (Wasserspülham ­ mer) zum Hohlbohrer arbeiten bei Horizontal ­ bohrung zwangsläufig, das heißt, bei Abstellung des Wassers würde sich der Bohrer verklemmen. Bei den Saargruben bohren alle söhligen Gesteinsbetriebe naß, während in den Vortrieben der Flözstrecken mit Nebengestein die Naßbohrung bereits bis nahe ­ zu 70 Prozent durdigeführt ist. 2. Absaugung der Stäube: An Betriebspunkten, an denen aus technischen oder sonstigen Gründen das Naßbohren nicht durch ­ geführt werden kann, bürgen die Trockenabsaug- verfahren für eine erfolgreiche Staubbekämpfung. Als ein gutes Gerät zum Absaugen der Bohrstäube hat sich das auf einer Saargrube erstmalig ein ­ geführte „Königsborn" - Absauggerät (Abb. 6) erwiesen. Das Absaugverfahren mit diesem Gerät beruht auf der Trockenbohrung unter Verwendung von Spezial-Hohlbohrern mit größerem Innenkanal, eines Saugkopfes an Stelle des Spülkopfes und eines Filterkastens mit eingebautem Preßluftinjektor. Auch das bei den Saargruben für Aufbrüche ein ­ geführte Ringelband-Absauggerät (Ab ­ bildung 7) mit nassem Staubniederschlag, das mit Vollbohrern (Rund- oder Schlangenbohrer) arbeitet, kann auf einfache Weise auf saugende Spezial-Hohl ­ bohrer umgestellt werden, wodurch dieses Gerät an Einfachheit und Wirkungsgrad gewinnt. Bedingung für die Verwendung dieses Geräts ist jedoch das Vorhandensein einer Wasserleitung im Aufbruch. Die durch das Naßbohren hervor ­ gerufenen Wasseransammlungen auf der Sohle dürfen nicht als Nach ­ teil dieser beiden Verfahren ange ­ sprochen werden, wenn man be ­ rücksichtigt, daß dieses Wasser der Benetzung des Haufwerks zugute kommt. Eine weitere Bedeutung kommt der Berieselung der Orts ­ brust beim Streckenvortrieb zu, um die beim Beräumen vor der Bohrarbeit und nach der Schießar ­ beit entstehenden Stäube zu binden. An Kipp-, Übergabe- und Lade ­ stellen sowie beim Abtun der Schüsse (staubhaltige Schußschwa ­ den) wird die Staubentwicklung er- Abb.6