81 mjf Äriiiii« 1>nr(0laurf)tti]ilen f>ocgge= borucngürftcn bnb#errn, £errn£I)riftianrit, $cr&ogen ju ©ad)ficn/ bc$ Dcfli^ett SRfomfc&m $Keicf)3 Crlsniatfc&aln DttME&urfürjfcn, 2anb3r«jfcn in ©urfofjat, STTartj* graffen *u SKeifftn, oni) ©urggraffen ju OTagDenburg, SluS feiner H&urfiirfts lieben ©naben ÜMidieii ©orfaren, ctc. alten Sir tief dn, auef) »origer »nt» tiegd erflerter Orbenung, aufftf narre ju lammen gejogen, ben SSergfs tsergen »nt allen SSaroenben ©croerien statt heften, üJtit befrei Innigen onb Slawen Sirtiefcln oormebret, onb aufftf fiirueft oorfaffef, 3n ©ruef gegeben, Slnno M.D.LXXXIX. heute noch unverändert im Gebrauch sind) so ­ wohl Verarmten und Bedürftigen Bergkwitwen und Waysen, die für sich nichts im Vermögen haben, und nichts verdienen können hülffliche Beysteuer zu leisten ..." — Zur Vermehrung der Knappschaftsgelder war außerdem verfügt, daß alle Strafgelder an die Knappschaftskasse abzuführen seien; lediglich bei Strafgeldern aus Anzeigen sollte dem Anzeigenden ein Viertel der Summe ausgezahlt werden. Weiter ­ hin ist die Anlage der Knappschaftsgelder ge ­ setzlich verankert, wobei der Zustand angestrebt wird, den wir heute mit „mündelsicher" be ­ zeichnen. So wird grundlegend gefordert, rück ­ ständige Zinsen energisch einzutreiben oder einzuklagen, zweifelhaften Schuldnern das Dar ­ lehn aufzukündigen und die Kapitalien gegen Real-Versicherung bei einem Zinsfuß von 6 °/o anzulegen. (6 %> muß ein hoher Zinssatz ge ­ wesen sein, denn er wird damit entschuldigt, daß es sich um eine „Pia Causa" handele.) Uber die Geldanlagen wird genaue Rechnungslegung gefordert. Alles vorhandene bare Geld aber soll in dem Berg-Knappschaftskasten unterge ­ bracht werden bei doppeltem Verschluß. Bei guter Haushaltung war vorgesehen, „daß auch die Knapp- und Brüderschaft alle fünff Jahre eine solenne öffentliche Zusammenkunft in zu ­ gelassener Fröligkeit halten möge, jedoch daß auch bey selbiger alsdann aller unnöhtiger und überflüssiger Aufwand unterbleibe". In einer späteren Neufassung finden wir bereits die Zah ­ lung von Krankengeld an kranke Bergleute. Wenn auch diese Bergordnung noch nach patriarchalischen Grundsätzen erstellt ist und so recht den Geist ihrer Zeit widerspiegelt, so zeigt sie dennoch schon den Beginn sozialen Denkens, vor allem im Hinblick auf die Schwere des Bergmannsberufes. Beschränkung der Arbeits ­ zeit, genaue Festlegung der Löhne und ein ge ­ ringes Maß an Hilfe für den ohne Verschulden in Not geratenen Knappen. Die Sicherung des Lebensabends allerdings ist noch nicht in Be ­ tracht gezogen. Immerhin darf mit freudiger Genugtuung festgestellt werden, daß sich aus den Anfängen sozialen Wirkens im Jahre 1598 bis heute doch vieles grundlegend geändert hat zum Wohl der bergmännischen Bevölkerung. Das Knappschaftswesen ist zu einem bedeut ­ samen und nicht mehr hinwegzudenkenden Fak ­ tor geworden mit eigenen modernen Kranken ­ häusern und einer stattlichen Zahl von Vertrags ­ ärzten. Daneben laufen parallel die sozialen Maßnahmen der Grubenverwaltung. Dies alles aber dürfte noch keinen Schlußpunkt in der Gesamtentwicklung bedeuten. Die Zeit fließt und überall ist auf sozialem Gebiet das Streben nach dem Vollkommenen festzustellen, iriefirid) ©tisut £>$5hS©natic!i,$D> ntg in Noblen, ©roj3*§er&og in ßittbauen, sRmffen, Neuffen, 9tta$owen, ©ömogitien, ^rjotöen/ SMfjinien, ^obolien, ^obtoebien, £ieflani), @molen$ciert/ Sewrien, unb Sftber* ntroJ>im/ u. $er|og 511 6a#n, SM), glet>e, Berg, <£ngern unb SBefipbalen, be$ ^eiligen sjl&miftyen SKeM Sftarfcpall unb &ir*$ürjt, ßanbgraf in $l)uringen, SRarggraf m Reifen, auch Dbeu unb Sftie* ber^ßaufifc, Burggraf su SRagbe&urg, ©e* fürjleter ©raf su $>mne&erg, ©raf ju ber gjfartf, Dtawn^erg, Barfcij unb §anau, £err au SJiawnjtein, k. -U ERSTES NEUNKIRCHER BEERD1GUNGS - INST t T UT FRITZ EISENBEIS, NEUNKIRCHEN MAX-BRAUN-STRASSE 30 SÄRGE • LEICHENWÄSCHE TELEFON 379 OBERFÜHRUNGEN