52 Typenpläne für ben tDotinungsbau unfern Belegfriiaftsmitglieber achdem im Zuge der Baudarlehnsaktion zur Schaffung von Eigenheimen für Bergleute die ersten Erfahrungen gesammelt worden waren, kam natürlich der Gedanke, den zu Be ­ treuenden diese Erfahrungen zunutze kommen zu lassen. Von der Idee ausgehend, daß, wer bauen will, vor allem einen Plan braucht, der allerdings im Rahmen der verfügbaren Mittel gehalten sein muß, wurden von der Baudarlehnsabteilung der Regie verschiedene Arten von Plänen entwor ­ fen, unter denen der Bauwillige seine engere Wahl treffen kann. Weil jeder dieser Pläne eine bestimmte Art, oder mit anderen Worten gesagt, einen beson ­ deren Bautyp darstellt, erhielten sie die Be ­ zeichnung Typenpläne. Es gibt deren sechs: SP 1, SP 2, SP 3, SP 5a, SP 5b, und SP 6. Bei der Aufstellung dieser Pläne wurde den hier bestehenden Materialbeschaffungsmöglich ­ keiten weitgehend Rechnung getragen. So haben Fenster und Türen die üblichen Normen, und kostspielige Sonderanfertigungen werden ver ­ mieden. Allgemein kann gesagt werden, daß diese Typenhäuser alle unterkellert sind und eine Waschküche im Keller vorgesehen ist. Die Erd ­ geschosse umfassen in der Regel Wohn- und Schlafräume, Kochküche, Baderaum und Klosett für eine normale Familie, und die Dachgeschosse sind ausbaufähig für größere Familien. Hier wird die Aufmerksamkeit darauf gelenkt, daß mit Absicht an Stelle der üblichen Wohn ­ küche eine Kochküche mit daran anschließen ­ dem Wohnzimmer eingesetzt wurden. Der Haus ­ frau wird durch diese Neueinteilung Arbeit er ­ spart und die sogenannte „Gute Stube", früher nur sehr selten benutzt, dient jetzt dem täg ­ lichen Gebrauch. Zu den verschiedenen Bautypen wäre noch folgendes zu sagen: Das Haus der Bexbacher Ausstellung ist den meisten schon bekannt. An diesem Bauplan wurden aus Zweckmäßigkeits ­ gründen einige kleine Änderungen vorgenom ­ men und es entstand der Typ SP 1. Die Wasch ­ küche wurde in den Keller verlegt und an Stelle eines Duschraumes tritt ein wirklicher Baderaum. Der Haupteingang dieses Hauses liegt in der Mitte. Type SP 2 hat einen überdachten Vorbau. Der auf diese Weise gewonnene Raum gestattet es, den Baderaum und Klosett zu trennen und an Stelle des Flurs eine regelrechte Diele ein ­ zurichten. Bei Type SP 3 handelt es sich um ein Haus mit Seiteneingang. Es bietet den Vorteil, daß eine einzige Heizstelle für den Wohn- und die Schlafräume genügt. Ein Doppelhaus mit Gemeinschaftsgiebel, Ein ­ gänge an der Straßenfront, ist im Typ SP 5a verwirklicht, der sich für kleinere Familien eignet. Da unten nur 2 Wohn- und Schlafräume bestehen, können noch 2 Dachzimmer, im Rah ­ men einer normalen Finanzierung, ausgebaut werden. Type SP 5b gibt denselben Riß mit Seiten ­ eingang und kann auch als Doppelhaus in Be ­ tracht kommen. Wenn die Straßenseite eines Baugrundstückes weniger als 15 m beträgt, so empfiehlt es sich, direkt auf eine der Seitengrenzen zu bauen und womöglich gleichzeitig mit dem Nachbarn ein Doppelhaus zu erstellen. Namentlich für kinder ­ reiche Familien eignet sich dann der Bautyp SP 6, der schon im Erdgeschoß 3 geräumige Zimmer aufweist und die Möglichkeit bietet, im Dachgeschoß 3 weitere Zimmer zu gewinnen. Der Versuch der Baudarlehnsabteilung, den Bauherren bei der Wahl eines Bauplanes zu Hilfe zu kommen, erhebt keineswegs den An ­ spruch, allen Wünschen gerecht zu werden. Die Auffassungen über die Art und Weise, wie der Einzelne seine Wohnstätte gestalten möchte oder kann, gehen oft weit auseinander.