DIE GARTENARBEITEN DES MONATS 2 17 Stützen zu voll beladener Aeste der Obstbäume, Ernte von Frühgemüsen, Aussaat von Salat, Rüben, Radieschen usw., Stetes Giessen und Auflockern der Gemüseländer, Fortsetzung des Sommerschnittes, Aufbinden von Georgien, Pflanzen von Herbst-Astern. Hochstamm-Kultur Es dürfte sich wohl in den seltensten Fällen empfehlen, die zur Anpflanzung in den Haus ­ gärten nötigen Bäume selbst heranzuziehen, son ­ dern man beschafft sich solche aus einer guten Baumschule. Als Pflanzzeit dürfte in den mei ­ sten Fällen der Herbst zu bevorzugen sein und zwar aus folgenden Gründen: 1. Die Herbstpflanzung wird zu einer Zeit aus ­ geführt, in welcher der Landmann nicht so mit der Arbeit überhäuft ist, als im Frühjahr, infolgedessen wird die Arbeit des Pflanzens selbst meist auch bedeutend sorgfältiger aus ­ geführt. 2. Bei zeitiger Bestellung der Obstbäume erhält man aus den Baumschulen fast immer bessere Ware als bei der Frühjahrslieferung, zu wel ­ cher Zeit in den besseren Geschäften die Prima-Qualität meist schon vergriffen ist. 3. Bei der Herbstpflanzung kommt den Bäumen die gesamte Winterfeuchtigkeit zu gute und es wird viel Giessen erspart. Gegr. 1936 FRANZ ECKER junior Dachdeckermeister NEUNKIRCHEN Ellenfeldstrasse 2 Ausführung sämtlicher Dachdeckerarbeiten Staatlich geprüfter Blitzableitersetzer 4. Während des Winters setzt sich die Erde fest um die Wurzeln, ein Vertrocknen derselben im nächsten Frühjahr um so sicherer verhütend. 5. An den Schnittflächen der Wurzeln bildet sich während der Wintermonate Wundmasse (Kallus), aus welcher dann im Frühjahr die Wurzelbildung kräftig und rasch vor sich geht. 6. Lehrt die Erfahrung, dass die spätere Entwick ­ lung des Baumes in den weitaus meisten Fäl ­ len bei der Herbstpflanzung eine bedeutend freudigere und kräftigere ist als bei der Früh ­ jahrspflanzung, welche man bloss da anwende, wo allzu starke Feuchtigkeit des Bodens oder sonstige Verhältnisse die Pflanzung nicht ge ­ statten. Den Pflanzen selbst schenke man die grösst- möglichste Aufmerksamkeit, denn das richtige Pflanzen ist für den Baum das Fundament, auf welchem sich sein ganzes späteres Wachstum und Gedeihen auf baut. Ein Hauptfehler, den man vielfach bei dem Anpflanzen von Obst ­ bäumen, Hochstämmen sowohl als auch Form- fcäumen macht, ist das Zutiefpflanzen der Bäume, und mancher schöne und gesunde Baum ging schon an diesem übel zugrunde. Bedenke man doch, dass der Baum ein lebendes Wesen und dass er, wie alles Lebende, zu seinem Ge ­ deihen der Atmung bedarf; stecken wir nun die Wurzeln unserer Obstbäume zu tief in die Erde, so ist es den Wurzeln nicht möglich, die zur Atmung notwendige Luft zu erlangen, und es entsteht Fäulnis derselben, und Fäulnis bringt Tod. Also ein ernstes Mahnwort an die Obst ­ pflanzer: Pflanzt eure Bäume nicht zu tief. Heini Mouget Fleisch Warenfabrik Vaudrevange-Saar, Tel. 21 50 u. 2462 Das Haus der guten Qualität Spezialität: la Schlackwurst und Salami Wie in früheren Jahren so auch heute E. Hochapfel Haushaltwaren - Porzellan Steingut - Glaswaren - Herde Saarbrücken 3 Oefen und Gasherde von Ba h n h ofs tra s s e 101