79 Die Löhne der jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen unter 18 Jahren von unter i nd über Tage werden prozentual zum Lohn der Kategorie 1 von unter oder über Tage nach fol ­ gender Tabelle festgesetzt: Unter Tage % des Lohnes des erwachsenen Arbeiters Alter 14 Jahre 51,25 14 »6 Monate 56,25 15 » 63,75 15 » 6 » 68,75 16 » 76,25 16 » 6 » 81,25 17 » 86,25 17 » 6 » 91,25 18 » 100 Ueber Tage % des Lohnes des erwachsenen Arbeiters Alter 14 Jahre 50 14 » 6 Monate 53 15 » 57,75 15 » 6 » 62,75 16 » 67,75 16 » 6 » 72,75 17 » 77^75 17 » 6 » 82,75 18 » 100 (Vergleiche Bergmannskalender 1947, Seite 25, 26 und 27 sowie Bergmannskalender 1948, Seite 23 und 24.) Zu beachten ist, dass Jugendliche (unter 18 Jahre alt) von unter oder über Tage, die sowohl wert- wie mengenmässig die gleiche Leistung wie die über 18 Jahre alten Arbeitskräfte voll ­ bringen, den vollen für die in Frage kommende Arbeit festgesetzten Lohn erhalten. Jugendliche, die das 16. Lebensjahr vollendet und die Knappen- oder Gesellenprüfung mit Erfolg abgelegt haben, erhalten 100 v. 100 des Lohnes der Kategorie 3 der Arbeiter von unter oder über Tage. Frauen erhalten bei gleicher Leistung den gleichen Lohn wie die männlichen Arbeiter. Die im Schichtlohn unter Tage beschäftigten Arbeiter erhalten den vollen Lohn ihrer Kate ­ gorie, sobald sie das 18. Lebensjahr überschrit ­ ten haben. Die über 18 Jahre alten Arbeiter, welche die Gesellenprüf ng mit Erfolg abgelegt haben, wer ­ den in Kategorie 4 entlohnt. Der Uebergang der Handwerker von Kate ­ gorie 4 nach Kategorie 5 findet grundsätzlich nach einer 3jährigen Untertage-Tätigkeit und nach Erreichung des 21. Lebensjahres statt. Bergknappen erhalten, wenn sie über 18 Jahre alt und im Schichtlohn beschäftigt sind, den vollen Lohn der Kategorie 5. Nach Ablegung der Knappenprüfung bis zur Ablegung der Hauerprüfung erhalten diese Arbeiter — sofern sie im Gedinge beschäftigt sind — 80 und nach Vollendung des 18. Lebens ­ jahres nach dem Fortschreiten ihres Ausbil ­ dungsstandes 85, 90 und 95 v. H. bis zum Tage der erfolgreichen Ablegung der Hauerprüfung. Wenn ein Untertagearbeiter im Untertage ­ betrieb infolge ordn ngsgemäss festgestellter Unzulänglichkeit verlegt wird, so behält er den Lohn seiner Kategorie, falls er mindestens 40 Jahre alt ist oder 10 Dienstjahre in seiner Kategorie nachweisen kann. Falls ein Untertage-Arbeiter aus gleichen Gründen, wie in vorstehendem Absatz ausge ­ führt, in eine Uebertagearbeit verlegt wird, ist er unbeschadet der hier geltenden Bestimmun ­ gen in die Uebertage-Kategorie emzugruppieren, in welcher er unter Tage beschäftigt war. Zu beachten ist hier jedoch: erfolgt die Verlegung infolge Unfall oder Berufskrankheit, so genügt schon eine 3jährige Untertage-Tätigkeit, um über Tage in der gleichen Kategorie wie unter Tage entlohnt zu werden. Die Einstufung nach Kategorie 6 von über Tage wird nur den Hand ­ werkern gewährt, die imstande sind, Facharbei ­ ten über Tage zu verrichten, die zu dieser Kate ­ gorie berechtigen. Der Handwerker über Tage kann erst nach 3jähriger Tätigkeit nd nach Vollendung des 21. Lebensjahres von Kategorie 4 nach Kate ­ gorie 5 aufsteigen. Die Einstufung nach Kate ­ gorie 6 oder 7 findet durch Auswahl statt, je ­ doch rücken die Handwerker automatisch in die Kategorie 6 über Tage ein, wenn sie 20 Dienst ­ jahre in dem Beruf nachweisen oder das 45. Lebensjahr bei einer Dienstzeit von mindestens 3 Jahren in der Kategorie 5 nachweisen. Die Lohnzahlung erfolgt für sämtliche Arbei ­ ter auf der Grundlage der 40-Stundenwoche. Zutreffendenfalls werden folgende Zuschläge gezahlt: a) Mehrarbeitszuschlag von der 40- bis 48-Stundenwoche 25% b) Mehra^b^tszuschlag über die <»R- Stunienwoche hinaus verfahrenen Arbeitsstunden 50% c) Sonntagsz schlag 50% (kann die Sonntagsschicht nicht zurückgefeiert werden, beträgt der Zuschlag 100 v. 100) d) eine Nachtzulage für B°legschafts- nrtglieder, die zwischen 22 und 6 Uhr beschäftigt werden, e) RegelmässigkeitSDrämie für jcd°n Arbeiter und Angestellten in Höhe von 10% des Leistungslohnes, bzw. Grund ­ gehaltes, w Q nn alle Schichten im M^nat verfahren wurden. beim Feiern von 1 Schicht 7,5% » » » 2 Schichten 5' % » » » mehr als 2 Schich ­ ten 0 % f) D : enstalterszuschiäge für Arbeiter, Ange ­ stellte, Ingenieure und Gleichgestellte nach einem besonderen Tarif. Bei her Gewäh ­ rung von Dienstalterszuschlägen werden die vor Vollendung des 18. LebensDhres zurückc-ele^ten DiensDahre nicht gezählt. Darüber hinaus erhalten Kassierer, Lohn ­ oder Gehaltszahler sowie solche Beleg ­ schaftsmitglieder, die zwei Snrachen be ­ herrschen. unter besonderen Voraussetzun ­ gen Zulagen. g) Lohnzulagen können auch gewährt werden b°i besonders gelagerten Fällen, z. B, bei ungesunden oder ausserordentlich schwie ­ rigen Arbeiten. Gedingelohn. Die Gedinge sind durch die Ingenieure oder deren Vertreter nach Feststellung der Verhält ­ nisse vor Ort mit dem in Frage kommenden Kameradschaftsältesten zu vereinbaren und den Kameradschaften schriftlich mitzuteilen. Sie sind so zu vereinbaren, dass Hauer mit normaler Körperstärke und einer guten Leist .ng 60 % und solche mit durchschnittlicher Leistung