224 wir raten Ihnen Es sind gar nicht so sehr die großen Schwierigkeiten, die die Hausfrau ermüden, sondern vielmehr die kleinen, sich täglich wiederholenden Hindernisse. Häufig ent ­ stehen sie aus Unwissenheit, häufig nur aus Ungeschicklichkeit. Hier will Ihnen unsere kleine Plauderei raten und helfen: Holzwurm in alten Möbeln? Nehmen Sie Eicheln, in die die Würmer mit Vorliebe kriechen, und legen Sie sie in die Schränke und Schubladen. Nach einer ge ­ wissen Zeit erneuern Sie die Früchte, die alten angebohrten Eicheln verbrennen Sie sorgfältig. Blanke, abgewetzte Stellen am Anzug? Man kann die abgetragenen Stellen am Sitz. Ellenbogen, Knie für einige Zeit vertuschen, indem man sie mit einem in Selterswasser getauchten Stofflappen leicht abreibt und nachbürstet. Und Pappreste? Die werden in Streifen geschnitten und in die flüssiggemachten Wachs- oder Kerzen ­ reste getaucht. Sie gewinnen dadurch ein vorzügliches Anfeuermittel. Die Dose geht nicht auf? Rollen Sie sie einige Male mit der flachen Hand hin und her. Der Glasstopfen an der Kristallkaraffe klemmt? Tauchen Sie ein Tuch in heißes Wasser und legen es um den Flaschenhals. Reiben Sie mehrere Male hin und her. Haben Sie kleine Seifenreste? Lassen Sie sie in heißem Wasser schmelzen, fügen Sie einige Tropfen Parfüm hinzu, et ­ was Glyzerin (etwa 1 / i0 des Gewichts der Menge), rühren das Ganze gut durcheinander. Gießen Sie dann die flüssige Masse in eine Dose, lassen sie trocknen und erkalten. Etwa einen Monat nach der Herstellung verwen ­ den Sie das Stück Seife, dann ist es genü ­ gend trocken. Je trockener die Seife ist, desto sparsamer ist sie im Verbrauch. Rohkost - gesund Großmutter lernte in der Kochschule neben dem Praktischen auch etwas über Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett; bei Mutter sprach, man schon von „Kalorien“ — und unsere Zeit nun hat die eigentlichen lebendigen Stoffe, die „Vitamine“ und die „Nährsalze“ entdeckt. Sie sind in der Hauptsache in den Pflanzen, das heißt in den Gemüsen und Früchten enthalten, allerdings nicht mehr in Gemüsen, die durch langes Kochen ausge ­ laugt und blanchiert sind. Hier sind Vita ­ mine und Nährsalze getötet oder chemisch verändert. Pflanzen Sie einmal den Kern eines gedünsteten Apfels, er wird nie keimen, denn seine Lebenskraft wurde durch das Sind Schuhpaste und Bohnerwachs einge ­ trocknet? Werfen Sie sie nicht weg, sondern lösen Sie sie mit ein wenig Milch auf. Wollen Sie glänzende Schuhe? Reinigen Sie sie zuerst mit Brennspiritus, um die Flecken zu entfernen, spannen Sie die Schuhe zum Trocknen auf Spanner oder stopfen sie mit Papier aus. Erschrecken Sie nicht, wenn die Lederschuhe unansehnlich aussehen. Wenn die Schuhe trocken sind, tragen Sie mit einer Bürste die Schuhpaste auf, lassen sie zwei Tage stehen und reiben dann mit einem Wollappen nach. Blinde Lackschuhe? Sie sind alt, wir wissen es, aber man braucht sie doch noch. Reiben Sie die Schuhe mit einer Zwiebel ab und sie gewinnen wieder für einige Zeit einen ganz unerwarteten Glanz. Löcher und Kitze in der Wand? Rühren Sie aus Zeitungspapier und Wasser einen Brei an und stopfen damit die Risse zu. Wollen Sie die Eier frisch halten? Legen Sie sie eine halbe Minute — aber nicht länger — in kochendes Wasser. Wohin mit Papierresten? Stecken Sie sie nicht in den Ofen, sie ver ­ stopfen ihn nur. Weichen Sie das Papier zwei Tage ein, wringen es dann aus, formen Würste oder Bälle daraus, die Sie an der Sonne trocknen. Und Sie haben für den Winter den schönsten Brikettersatz Stört Sie der Fischgeruch beim Kochen? Dann fügen Sie dem Fischwasser ein wenig Milch bei und der unangenehme Geruch wird verschwinden. Die Schublade öffnet sich schwer? Reiben Sie sie an den Kanten mit trockener Seife ein. Und vergessen Sie nicht: Das sorgfältig gereinigte Ofenloch ist im Sommer der schönste und billigste Kühl- schrankersatz! M. A. T. und schmackhaft Dünsten ausgelöscht. Ähnlich geht es mit der Kraft aller übrigen wichtigen Bestandteile der Gemüse und Früchte. Darum sollte bei jedem Essen ein Teil der Nahrung roh genossen werden, gleich ob als Früchte, Salate oder als Rohgemüse. Aber selbst dem gekochten Gemüse sollte man kurz vor dem Anrichten jeweils ein wenig rohes, geriebenes Gemüse zur Auffrischung beigeben. Um aus der Rohkost den höchsten Gewinn zu erzielen, müssen wir jedoch einige Grund ­ regeln beachten: 1. Der Sauerstoff der Luft und die Wärme schaden einigen Vitaminen. Die Speisen