58 Abb. 28: Insekten-Lau!spuren; Ichnium voelckeri (Aufn. d. Verf.) Teil der Lebacher Schichten durch Sand ­ steine, der obere durch sandige Schiefer und Schiefertone, die oft sehr dünnblätterig ver ­ wittert sind, gekennzeichnet. D.e graue Ge ­ steinsfarbe ist vorherrschend. Wenn auch kohlige Einlagerungen fast ganz fehlen, so scheinen aber dennoch die Anzeichen für ein feuchtwarmes Klima in diesem Zeitabschnitt vorhanden zu sein. Kalkbildungen haben kaum stattgefunden, da ja das nördliche Randgebirge m't den erwähnten Kalkvorkommen an der Lieferung der Aufbaustoffe für die Lebacher Schichten so gut wie nicht beteiligt war. Der eigentliche, in Rede ste ­ hende Lebensraum liegt im oberen Teil dieser Schich en, mehrere Meter unterhalb der oberen Begren ­ zung. Die Versteinerungen führenden Schich- Abb.29: Wellenfurchen aus dem Kusel-St. Wendeier Lebensraum (Aujn. d. Verfassers) ten werden als Toneisensteinlager bezeichnet. Die meist nieren- bis brotlaibförmigen Ton ­ eisensteine, „Lebacher Knollen“ oder „Le ­ bacher Eier“ von Taubeneigröße bis zu rie ­ sigen Gebilden wurden bis zu Anfang der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts in zahlreichen „Erzkaulen“ abgebaut. Die Orte Lebach, Gresaubach, Rümmelbach, Otzen ­ hausen, Steinbach, Nonnweiler, Schwarzen ­ bach und Berschweiler bei Kirn wurden durch den Abbau und die damit verbundenen vie ­ len Versteinerungsfunde sehr bekannt. Diese Eisenerze sind durch tonige Beimengungen verunreinigte Spateisensteine oder Eisen ­ karbonate. Sie bildeten d;e Grundlage für d.e Entstehung der Eisenhütten - Industrie zu ­ nächst im Hunsrück, dann an der Saar. Die Ortsbezeichnungen Schmelz bei Bettingen, Mariahütte bei Nonnweiler, Abentheuerhütte bei Birkenfeld, Asbacherhütte bei Kempfeld u. a. sind die Zeugen für diese Industrie am Südrande des Hunsrücks. Von Lebach wurde außerdem der Toneisenstein mit Pferdefuhr ­ werken bis zum Krämer’schen Eisenwerk nach St. Ingbert gebracht. Daß bei einem für die damalige Zeit recht großzügigen Abbau auch dementsprechend viele Funde von Ver ­ steinerungen gemacht werden konnten und tatsächlich auch gemacht wurden, Dt leicht erklärlich. Besonders Lebach als größter der Abb. 31: Haiähnlicher Fisch; Pleuracanthus sessilis (wiederhergest. v. Jaekel, umgez. v. Broili) genannten Orte wurde dadurch weltbekannt. Fast in allen in- und ausländischen geolo ­ gischen und naturhistorischen Museen findet man Versteinerungen von „Lebach *. Genau vor 100 Jahren wurden die ersten Panzer ­ lurche auf Veranlassung des seinerzeit gen Berghauptmanns Dr. Heinrich von Dechen gefunden, die im gleichen Jahre noch von Professor Dr. Goldfuß als Archegosaurus de- cbeni abgebildet und beschrieben wurden. Die meisten Fisch- und Amphibienreste kamen beim Aufspalten der kleineren und größeren Toneisenstein-Nieren oder Lebacher Knollen zum Vorschein. Diese sind in der SchichL-