25 700-Jahrfeier der Grube Heinitz am 12. Juli 1947 Enthüllung der Gedenktafel Die Regelmäßigkeitsprämie ist gemäß Entscheidung der Verwal ­ tungskommission des Saarlandes lohnsteuerfrei. Sie gilt auch nicht als Entgelt im Sinne der Reichs- versicherungs-Ordnung. Beiträge zur Saarknappschaft sind deshalb von der Regelmäßigkeitsprämie nicht zu zahlen. Um unseren Belegschaftsmit ­ gliedern die Möglichkeit zu geben, für sich und ihre Familien-Ange- hörigen notwendige Gebrauchs ­ güter, soweit sie auf dem Markt zur Verfügung stehen, kaufen zu können, erhalten mit Wirkung vom 1. Oktober 1946 ab die Be ­ legschaftsmitglieder von Unter ­ tage und vom 1. 12. 1946 ab auch die Belegschaftsmitglieder von Übertage je Monat Regelmäßig ­ keitsprämien - Bezugsscheine = Deblockadescheine (Prime de re- gularite) in der Gesamthöhe von 1/3 der je Monat dem einzelnen Belegschaftsmitglied gewährten Regelmäßigkeitsprämie. Beträgt z. B. die Regelmäßigkeitsprämie im Monat M. 24.—, so erhält das infrage kommende Belegschafts ­ mitglied einen Regelmäßigkeits ­ prämien - Bezugsschein in Höhe von M. 8.—. Mit diesen Bezugs ­ scheinen, die keinen Geldwert darstellen, können die Beleg ­ schaftsmitglieder in den Verkaufs ­ stellen der Genossenschaften und sonstigen Geschäften Gegenstände für den persönlichen Gebrauch oder Haushaltungsgegenstände der verschiedensten Art kaufen. Die Verkaufs ­ stellen ziehen die Regelmäßigkeitsprämien- Bezugsscheine ein und rechnen mit den für sie infrage kommenden Stellen hierüber ab. Die Regelmäßigkeitsprämien - Bezugsscheine werden in Stücken zu M. 10,—, 5,—, 2,—, 1,— und 0,50 von unseren Betrieben ausgegeben. Auch die Arbeiter mit festem Monatslohn sowie die gewerblichen Lehrlinge erhalten Regelmäßigkeitsprämien-Bezugsscheine. Mit Ende Monat Juni 1947 wurden Frauen-, Kinder- und Männer-Straßenschuhe sowie Haushaltungsgegenstände aller Art im Ge ­ samtwert von 1,1 Millionen Mark auf Regel- mäßigkeitsprämien-Bezugsscheine abgegeben. Prämienkohlen. Die Prämienkohlen werden ab 1. 9. 1945 an nachstehende Arbeitergruppen gewährt: 1) Streb-Belegschaften, einschließlich der hierzu gehörigen Rutschenmeister, Rohr ­ schlosser, Bandmeister, Schießmeister so ­ wie Lader- oder Bandwärter an dem Über ­ gang vom Streb- zum Streckenband, 2) Orts-Belegschaften der Streckenvortriebe, der Abbaustrecken, soweit diese Strecken ­ vortriebe mit Abbaustrecken Zusammen ­ hängen und an Arbeiter der Aus- und V orrichtungsbetriebe. Die Prämienkohlen erhalten ab 1. 1. 1947 auch die aufsichtsführenden Angestellten von Untertage, welche produktive Arbeiten beauf ­ sichtigen. Ab 1. Juli 1946 gelten für die Gewährung der Prämienkohlen die gleichen Schichten ­ voraussetzungen, wie dies für die Gewährung der Regelmäßigkeitsprämie angeordnet ist. Die Verwendung der Prämienkohle ist nicht an die Bedingung geknüpft, wie dies bei den Deputatkohlen der Fall ist. Die Deputatkohlen dürfen bekanntlich nur im eigenen Haushalt Verwendung finden. Der Wert der Prämienkohlen, die im Jahre 1946 unentgeltlich abgegeben wurden, betrug M. 579 967.—. Zusatzverpflegung für die Bergarbeiter Die Zuteilung an Lebensmitteln jeglicher Art ist seit Mitte 1946 bis heute mit ener ­ gischer Hilfe der Militärregierung und der Mission Frangaise des Mines de la Sarre — dieses muß man, ohne sich dem Vorwurf der Schönfärberei auszusetzen, dankend zum Aus ­ druck bringen — wesentlich besser geworden. Ob wir nach einem Jahr das gleiche sagen können, hängt nicht vom guten Willen der Militärregierung oder der Mission Frangaise