S Mehr als zwei Jahre sind es her, daß durch das Eintreffen der alliierten Heere das Saarland von den Schrecken des Krieges befreit wurde. In diesem Lande, welches unter den umwälzenden Ereignissen so furchtbar gelitten hatte, lebten zuallererst die Qruben wieder auf. Getreu ihrer Arbeitstradition haben die Bergleute, immer zahl ­ reicher je nach der Wiederinbetriebnahme der Gruben und der Wiedernerstellung der Beförderungsmittel, ihre Arbeitsstätten von neuem aufgesucht. Mit Unterstützung und unter Führung von französischen Ingenieuren, welche in dieses Land, mit dem sie das von 1919 bis 1935 vollbrachte Werk verbindet, zurück- fekommen sind, sind die Bergleute auch nicht einen einzigen Augenblick vor der rieseühaften Aufgabe zurückgeschreckt. Durch die von ihnen erzielten Erfolge ge ­ hören sie heute zu den besten Bergleuten Europas. Sie haben richtig erkannt, daß die Besserung ihrer Lebensbedingungen wie auch derjenigen ihrer Mitbürger vor allem von ihnen selbst abhängt. Der Bergmann ist heute der Träger des gesamten sozialen Lebens und er wird es noch lange bleiben, denn die Kohle -wird nicht so bald ihren Platz in der Energie ­ wirtschaft verlieren. Noch lange Zeit hindurch wird der Wohlstand der Menschheit von einer mehr oder weniger großen Kohlenproduktion abhängig sein. Diese Produk ­ tion wird stets die Arbeit des Bergmanns notwendig machen, aber diese Arbeit soll durch Anwendung immer modernerer Maschinen ständig erfolgreicher gestaltet werden. Bei diesem Fortschritt hat jeder seine Verantwortung zu tragen, und dieser Ver ­ antwortung wollen wir uns würdig zeigen. Gemeinsam werden wir beitragen zu dem Werke des Wiederaufbaues des Saarlandes wie auch Frankreichs. Gerechtigkeit und gegenseitiges Vertrauen sollen die Grundpfeiler unserer Zusammenarbeit sein. Alles, was in unseren Kräften steht, wird getan werden, um als Gegenleistung für seine mutigen Anstrengungen dem saarländischen Bergmann mitsamt seinen Angehörigen «in schöneres und sorgenloseres Dasein zu verschaffen. In diese bessere Zukunft müssen wir im Laufe des Jahres 1948 einen großen Schritt tun. Daß dies gelinge, ist mein Wunsch für alle Robert Baboin Directeur Gönöral de la Mission Frangaise des Mines de la Sarre.