einen, der schon sonst ein bißchen gebastelt hat. Wer aber doch zu ängstlich ist, der kann sich auch einen Tischler dafür bestellen. Nachdem nun das Schlimmste überstanden war, das, wozu man den größten Mut braucht, drehte ich den Küchentisch um, daß die Tischplatte aus dem Fußboden lag, und nun nagelte ich an den Längsseiten der Oeffnung zwei Leisten an, und zwar mit mehreren Nägeln in Abständen von etwa 5 cm. Darüber nagelte ich noch eine zweite Leiste so an, daß später die Schublade in ihr laufen kann, also etwas über die untere vor- stehend. So, nun war mein Werk vollendet, und für den nächsten Tag habe ich mir den Klempner herbestellt, der sollte mir dann aus gewöhnlichem Weißblech die passende Schublade machen, vorne mit einem handlichen Griff, hinten als Schütte ausgebildet. Die Schublade kostete 2,50 NM, also keine große Ausgabe. Für den Mittagtisch Kartoffelpfannkuchen. Y* Pfd. Kartoffeln vom Tag zuvor oder vom Mittag werden gerieben und mit Y Liter Milch, 5 Eigelb und 2 Eßlöffel Butter, die wir vorher schaumig gerührt haben, verrührt und gesalzen. Das Eiweiß der 5 Eier wird zu Schnee geschlagen und darunter gemischt. Nun wird die Masse wie Pfannkuchen in Oel oder Fett gebacken. Kartoffelwürstchen. Wir kochen Kartoffeln, schälen und reiben sie. Dann werden sie mit ein paar Löffeln Mehl, Salz, 2 bis 3 Eiern und etwas saurem Rahm zurecht geknetet, am besten auf einem Nudelbrett. Nun formen wir kleine Würstchen daraus, so dick, wie 2 Finger sind und gut fingerlang. Diese Würstchen backen wir in heißem Fett und bringen sie so frisch gebacken auf den Tisch. Zu Salaten sind auch wohlschmeckende Mehl- speisen sehr willkommen. Kräuterpfannkuchen. 2 bis 4 Eigelb werden mit 1 Liter Magermilch und etwas Salz ver- quirlt. Hierauf wird das Ganze auf 500 g Mehl gegossen und alles gut verrührt. Nun wird die Masse noch mit einem Zusatz von feingehackten Kräutern untermengt. Wir nehmen dazu Peter- silie, Schnittlauch, Boretsch, Kerbelkraut und Sauerampfer. Das steifgeschlagene Eiweiß wird erst zuletzt daruntergezogen. Aus dieser Masse können wir schmackhafte Gerichte zubereiten. Das „Ausgehöhlte" gibt eine gute Vorsuppe oder eine Abendsuppe. Kohlrabi und Kartoffeln zusammengekocht, ergeben ebenso ein sättigendes Gericht wie eine mit einigen Kohlrabiknollen bereicherte Kar- toffel- oder Gemüsesuppe. Sehr gut sind auch durch ein Sieb gestrichene Gemüsereste, die man mit einer Einbrenne zu einer schönen glatten runden Suvve auffüllt, mit Muskatnuß ab- schmeckt und mit gehackter Petersilie begrünt. Zackig geschnittene Kohlrabistückchen bitten um Beachtung bei der einfachsten Brühsuppe, die durch einen einfachen, in feine Streifen geschnit- tenen Eierkuchen bereichert werden kann. Mit preiswertem Seefisch beliebiger Menge, Kartoffel- und Kohlrabi,u)eiben eingeschichteter Auflauf erhält eine beliebige — etwa Bechamel- oder Petersilientunke und wird mit Käsegerie- benem überstreut; eine Obstsuppe, warm oder kalt, wird vorher oder nachher gereicht. Wickelklöße von Nudelteig. Aus Mehl, Eiern, Butter und Salz stellen wir einen Nudelteig her. Auf einem mit Mehl bestäubten Nudelbrett wird er dann ausgerollt. Zu diesem Teig ver- wenden wir etwa 500 gr. Mehl, 3 Liter Wasser, 40 gr. zerlassene Butter und Salz. Die 4 Eier verquirlen wir mit etwa 8 Löffeln Wasser und gießen sie dazu. Nun rösten wir Semmelbrösel in Butter, etwa 100 bis 120 gr. und 80 gr. Butter. Diese Brösel streuen wir auf den aus- gerollten Nudelteig, schneiden 6 bis 7 cm breite Streifen und rollen diese Streifen zu länglichen Klößen zusammen. Der Rand und die oberen und unteren Enden müßen fest eingedrückt wer- den. Die Klöße sind etwa 20 bis 25 Minuten in Salzwasser zu kochen. Einfacher Gemüsepudding (warm). 1 Kilo junges, gemischtes Gemüse wird durch die Ma- schine gedreht und mit gehackten Kräutern, Salz und 5 Eigelb gut vermischt. Dann wird noch Vx Zitronenschale daran gerieben, das Ei- weiß zu Schnee geschlagen und daruntergezogen. Nun wird die Masse in einer gut ausgefetteten Puddingform im Wasserbad gekocht. Stachelbeerkompott ist besonders aromareich, läßt sich auch gern mit dem geschmacksverwandten Rhabarber mischen und zu vielerlei Speisen ver- wenden. Wichtig ist seine zweckmäßige Zuberei- tung, die erst alle Eeschmacksfeinheiten ent- wickelt. 500 gr. unreife Stachelbeeren werden von Stielen und Blüten befreit, gewaschen und in 1 Liter kochendes Wasser, (dem man zum Ent- säuern eine Prise Natron zusetzt,) geworfen, nach einmaligem Ueberwellen auf ein Sieb geschüttet und mit kaltem Wasser überspült. Reichlich Zucker — ungefähr 125 gr. — wird mit Wasser geläutert. Wünscht man das Kompott wirtschaft- licher auszunutzen, so vergrößert man die Wasser- zutat. Sodann gibt man die Beeren hinein und läßt sie durch sehr langsames Kochen weich werden. Nach Wunsch mit Kartoffelmehl ein- dicken oder mit einem Eigelb abziehen. Zum Einmachen. Dazu findet sich in Eroß- mutters Kochbuch eine preiswerte Anweisung, 201