du den Waschkorb und ich will dann auch gar nicht mehr die weißen Wadenstrümpfe zu Ostern und schenk dir meine 15 Pfennig", sagte di« kleine Anne. Und Rolf sagte: „Dafür will ich nochmal so schreckliche Nudeln mit Tomaten essen". Denn weil er sie so ungern atz, dachte er, das sei das billigste Essen der Welt. Da lachte die Mutter, denn so schlimm war es doch gar nicht und sie hatte eigentlich schon immer den Wäschekorb kaufen wollen. Dann gingen sie hin- ein und kauften den Korb und legten das Schuh- paket hinein. Rolf faßte vorn an, Anne hinten, und los ging die wilde 2agd über die belebte ’ Erotzstadtstratze, daß mancher sich böse umguckte, der gerade einen Puff abkriegte. Die Mutter ging hinterher und wußte nicht, sollte sie nun schimpfen oder sollte sie die laute Freude aus- toben lassen. Und dann schimpfte sie lieber nicht, denn viel Schimpfe, meinte sie, wäre nie gut, es macht so traurig. Na, so rannten sie dann nach Haus, klingelten Sturm, und da satz in seinem weißen Bettchen das zarte kleine Schwesterchen mit seinen blauen Augen und den dunklen Löck- chen und kreischte vor Freude. Rolf beugte zärt- Küche u lich den Kopf herunter, da faßt sie ihn jauchzend ins Haar und hielt fest. Anne packte sorgfältig eine weiche Decke in den neuen Waschkorb. Rolf hob das Schwesterchen hinein, das hielt sich mit beiden Fäustchen an den Rändern des Wasch- korbs fest, dann hoben die beiden vorsichtig den I großen Korb mit der kostbaren Last und gingen ins Zimmer, da saß der Vater und schrieb und ' mutzte lachen, so putzig sah das aus, der kleine i Mensch in dem großen Korb, wie er so neugierig über den Rand guckte. Keller So bleibt der Küchentisch sauber! Wieviel Teller und Schüsseln stehen denn hier wieder mit Abfällen herum?!" seufzt die Haus- frau, die alles zum Abwaschen zusammenräumt. Da sind die Kartoffelschalen, da die Gemüse- abfälle, da Obstreste, und dort glücklich die Kno- chen aus der Suppe! Beobachten Sie einmal ein paar Tage lang, wieviel Gefäße Sie im Laufe eines Vormittags beim Kochen mit Abfällen füllen, wieviel mehr j in der ohnehin schon engen Küche herumsteht — und wieviel Mehrabwäsche Sie dadurch haben! Am liebsten möchte man den stets geöffneten Mülleimer mitten in der Küche stehen haben, um alles schnell immer verschwinden laßen zu können. Ob es da nicht einen Ausweg gibt? O ja, da gibt es wohl etwas, was sich ganz findige Köpfe ausgedacht haben, und was auch wirklich die Rettung bedeutet: die Abfallschublade im Küchentisch. Firmen, die ganz gute, zweckmäßige Küchenmöbel bauen, haben die Abfallschublade als Selbstverständlichkeit aufgenommen, und wer sich etwa neue Küchenmöbel kaufen kann, der sollte unbedingt auf sie bedacht sein, denn sie erspart eine Menge Arbeit. Was sollen nun aber die armen Hausfrauen tun, die schon jahre- lang ihre fertige Kücheneinrichtung haben, und die sich doch so gern manche Erleichterung schaffen möchten? Soll ich Ihnen erzählen, wie ich das Problem gelöst habe? Ich zeichnete mir mit dem Bleistift auf die eine Seite meines Küchentisches ein langes Rechteck mit den Maßen 12:50 cm auf, und dann sägte ich mir das Loch mit einer Stichsäge, die für wenige Groschen in der Eisenhandlung er- hältlich ist. aus. Zuvor muß man jedoch an allen vier Ecken ein Loch gebohrt haben, denn mit der Säge kommt man sonst nicht um die Ecken. Die ganze Sache ist durchaus nicht schwierig für 200