Was ist in Deutschland anders geworden? Ein Streifzug durch vier Jahre nationalsozialistische Aufbauarbeit Von Walter Eschemann Sobald wir einen bestimmten Zeitabschnitt durchlebt haben, werden wir dazu gedrängt, an- zuhalten im Tempo der Zeit und Rückschau auf die Ereignisse zu halten, deren Zeuge wir sein durften und deren Erlebnisse uns betroffen haben. Wir bleiben verweilend stehen, um die Aufgaben zu ermessen, die wir gelöst haben, und um die Ziele zu erkennen, die uns für die Zukunft noch verpflichten. Freilich erscheinen aber unsere zukünftig zu erfüllenden Aufgaben nur dann im klaren Lichte ^---^einer richtigen Betrachtung, je stärker wir uns "unserer politischen Vergangenheiten zu erinnern vermögen, je stärker wir uns alle jene Erschüt- terungen vergegenwärtigen können, die Deutsch- land in den Jahren nach dem Kriege erleben mußte: die Reparationen, die wir den Sieger- staaten übereigneten, die Abtretung großer und für uns lebenswichtiger Gebiete an unsere Nach- barn, die zerreibenden innerpolitischen Kämpfe, die kulturellen Zerrüttungen und Unterwühlun- gen bis schließlich zu jenem Zustande, an dem das gesamte Reich anfing, sich zu zersetzen und auf- zulösen. Innenpolitik Im Anblick all dieser Gegebenheiten hatte freilich das deutsche Volk und damit auch jeder Einzelne die Ueberzeugung und das Bewußt- sein seines Wertes verloren. Als daher am 30. Januar 1933 der Führer und Reichskanzler mit der Führung der Nation betraut wurde, hat er zuerst dem deutschen Volke jenes große Gefühl der Gemeinschaft gegeben, jene unermeßliche und geschlossene Konzentration des Willens aller Ein- ^^zelnen zu einem einzigen Willen, aus dem dann 'oie Befähigung zu einer geschlossenen Handlung entstehen konnte. Durch die nationalsozialistische Revolution, die beispiellos ist in der unerhörten Disziplin ihres Vorgehens und ihres Ablaufes, wurde dieser neuen nationalsozialistischen Auf- fassung endgültig die allgemeine Anerkennung im Volke verschafft. Es war ganz klar, daß diese Revolution mit allen Parteien, politischen Grup- pen und Bünden aufräumte, denen die Merk- male der Volkszersetzung und Aufspaltung anhaf- teten. Als symbolischer Abschluß dieser national- sozialistischen Revolution wurde dann der 1. Mai zum Feiertag des deutschen Volkes proklamiert. Dieser eingetretenen Wendung zur inneren Freiheit ist der deutsche schaffende Mensch mit größter Bereitschaft und Zustimmung gefolgt. 99 vH., d. h. 44 Millionen Deutsche, gaben am 29. März 1936 der nationalsozialistischen Regie- rung ihr aufrichtiges „Ja". Jahr für Jahr tritt seitdem der deutsche Arbeiter am 1. Mai zu seiner 22 Feier zusammen. Jahr für Jahr ist er dem Führer dafür dankbar, daß in Deutschland aus einem Tag internationalen Klassenkampfes, ein nationaler Vekenntnistag geworden ist. Ein stol- zes Wort, das der Führer am 1. Mai 1937 im Berliner Lustgarten sprach, ist wahr geworden. Denn auch der Bauersmann steht Schulter an Schulter mit dem deutschen Arbeiter in dieser Gemeinschastsfront der nationalen Arbeit. Sein Tag ist der Erntedanktag am Bückeberg. Dort dankt ihm die Nation für seine tägliche Arbeit und er dankt der Nation und dem Führer, daß er wieder seinen Pflug durch deutsche Erde ziehen kann, ohne befürchten zu müssen, von Hof und Gut vertrieben zu werden. Denn nicht weniger als 5 Millionen deutsche Bauernhöfe standen bei der Machtübernahme durch den Nationalsozialis- mus vor dem unabänderlichen Zusammenbruch. Und schon heute, nach nur vier Jahren national- sozialistischer Regierung, steht unser Bauersmann wieder draußen auf seiner Scholle und ist sich seiner schönen Aufgabe bewußt: Ernährer unseres Volkes zu sein. Von Tag zu Tag vergrößern sich die Getreideanbauflächen Deutschlands. Nahezu 456000 ha Land wurden innerhalb vier Jahren neu für Siedler und Landmann erschlossen. Der Arbeitsdienst trägt dafür Sorge, daß stetig neues anbaufähiges Ackerland entsteht. Sozialpolitik Die ganze Volksfremdheit der Politiker der Systemzeit kennzeichnete sich am tiefsten in der Auffassung und Verwendung des Begriffs der Arbeit. Denn Arbeit wurde durchweg als eine reine Ware betrachtet, als ein rein wirtschaft- licher Vorgang unter jeglicher Ausschaltung der politischen Führung. Daher kam es, daß auf der einen Seite willkürlich beschlossen werden konnte, Aussperrungen vorzunehmen, und damit die Pro- duktionsstätten der Volksgemeinschaft zu ver- schließen, ohne auf die Volksgemeinschaft Rücksicht zu nehmen. Auf der anderen Seite konnten die Gewerkschaften rücksichtslos große Teile der deut- schen Arbeiterschaft in einen Streik treten lassen. So stritten denn die marxistischen Gewerkschasts- organisationen nicht um die Stellung des Arbei- ters als organisches Glied innerhalb der Volks- gemeinschaft, sondern ihr Kampf ging einzig und allein um materielle Vorteile. Schließlich waren 7 Millionen Arbeitslose das erschütternde Doku- ment jener Zeit und Auffassung. Um nun diesen ungeheuerlichen Verfall der deut- schen Wirtschaft wirksam zu bekämpfen, führte der Nationalsozialismus bei seiner Machtüber- nahme zuerst ein großzügig angelegtes Arbeits- beschaffungsprogramm durch. Denn jeder Er-