b) Ausnahmen und Fristen richten sich nach dieser Verordnung. (2) Die Lagerung der genannten Stoffe unter Tage ist verboten. E. Verbrennungsmaschinen § 282. Die Verwendung von Verbrennungs- maschinen unter Tage bedarf der Genehmigung des Oberbergamts (vgl. § 40 Abf. 2). F. Dampffässer § 283. Für Errichtung, Betrieb und Ueber- wachung der Dampffässer gelten die allgemeinen polizeilichen Bestimmungen; jedoch tritt an die Stelle der Landespolizeibehörde das Oberberg- amt und an die Ortspolizeibehörde und des Gewerbeaufsichtsbeamten der Bergrevierbeamte. Abschnitt 14. Tagesanlagen A. Allgemeines § 284. (1) Die Tagesanlagen einschließlich der Zechenplätze, mit Ausnahme der Halden und Schlammteiche, müssen gegen Nachbargrundstücke, die dem öffentlichen Verkehr dienen, durch Mauern, Zäune, Gräben oder dergleichen abge- grenzt sein. (2) Die nicht unter ständiger Aufsicht stehen- den Tagesöffnungen von Grubenbauen müssen zuverlässig abgesperrt sein. § 285. (1) Tagebrüche und Halden dürfen von Unbefugten nicht betreten werden. Das Verbot ist auf Tafeln bekanntzumachen. Das gilt nicht für Halden stillgelegter Bergwerksanlagen. (2) Gefahrdrohende Senkungen, Tagebrüche und brennende Halden müssen dauerhaft einge- friedigt sein. 8 286. Die Tagesanlagen sind bei Dunkelheit zu beleuchten, soweit Betrieb und Verkehr es erfordern. 8 287. (1) Die Tagesanlagen sind, soweit nötig, gegen Blitzgefahr zu sichern. (2) Der Blitzschutz ist mindestens alle 2 Jahre zu untersuchen. 8 288. (1) Auf den Grubenbahnhöfen dürfen nur die dort tätigen Aufsichtspersonen und Ar- beiter die Bahngleise betreten. Andere dürfen die Gleise nur auf den dafür vorgesehenen Ueber- gängen überschreiten. (2) Eisenbahnwagen, die ohne Aufsicht stehen, müssen festgebremst oder festgelegt werden. 8 289. (1) Soweit der Betrieb es zuläßt, müssen Bühnen, Treppen und Brücken mit festem Belag, seitlichen Schutzleistungen und bei mehr als 2 Meter Höhe an den freien Seiten mit festem Geländer versehen sein. 156 (2) An Brücken und Bühnen, unter bettet! Menschen verkehren, sind Vorrichtungen gegen' das Herabfallen von Gegenständen anzubringen! 8 290. (1) Sammelbehälter, die nicht wenig-) stens 1 Meter über dem Boden hervorragen, urtM gefährliche Vertiefungen find abzudecken oder zu! umfriedigen. (2) Abdeckplatten sind gegen Verschieben zu sichern. 8 291. (1) In Sammelbehältern und gefähr. lichen Vertiefungen darf nur aus Anweisung einer Aufsichtsperson gearbeitet werden. (2) Die Aufsichtsperson hat die Art der Siche-! rung des Arbeitenden zu bestimmen und, wm die Arbeit gefährlich ist, für ständige Aufsicht zu sorgen. 8 292. (1) Bunker sind möglichst so einzu- richten, daß Stauungen sich von außen beseitigen! lassen. Muß aber in einem gefüllten Bunker ge- arbeitet werden, so dürfen die Massen nicht be-! treten werden. Ferner gilt außer 8 291 folgen-! des: a) für die Arbeit ist ein sicherer Stand ein-s zurichten, b) der Arbeitende ist kurz oder doppelt anzu- seilen, c) die Abzugvorrichtungen müssen geschlossen! sein. (2) In abgedeckten Kohlenbunkern dürfen niitj schlagweitergeschützte Lampen benutzt werden. 1!. Kokereien 8 293. 2n allen Räumen und Kanälen, in- denen sich explosible oder erstickende Gase be-! finden oder ansammeln können, darf nur gest arbeitet werden, wenn sie genügend beleuchtest und so bewettert sind, daß sich entzündliche Gas- gemische nicht bilden können. 8 294. Nach Betriebsstillständen dürfen Mi einzelnen Batterien nur auf Anweisung und m Beisein einer Aufsichtsperson wieder in Betrieb! gesetzt werden. 8 295. Bei Störungen im Easumlauf muß die Bedienungsmannschaft der Koksöfen durch em besonderes Signal gewarnt werden. 8 296. In den Gasleitungen sind Vorrich- tungen einzubauen, die dazu dienen, die Wir- kung von Explosionen abzuschwächen. 8 297. Es müssen Reservegassauger vorlM den sein, die stets betriebsbereit sind. 8 298. Die Arbeiter haben jede Unregel- mäßigkeit des Betriebes der zuständigen Aui- sichtsperson unverzüglich zu melden. Gehst Du iider's Gleis, schau Dich um im kreis!