99 Neunkirchen (1886) und im Fischbachtal (1910). Nachdem diese Krankenhäuser im Laufe des letzten Jahrzehnts nach modernen und neuzeit- lichen Grundsätzen ausgebaut worden sind, hat man ihnen noch eine Augenklinik und einen Gutshof angegliedert. Die Bedeutung der knappschaftlichen Tätigkeit auf diesem Gebiete findet ihren Ausdruck in der allgemeinen An- erkennung. In den Besitz zwei weiterer Krankenhäuser gelangte die Saarknappschaft bei der Verschmelzung des St. Jngberter und Frankenholzer Knappschaftsvereins mit dem Saarbrücker Knappschafsoerein. Die Saarknappschaft verfügt somit heute über 4 größere und 2 kleinere Krankenhäuser, sowie 1 Augenklinik mit zusammen 1411 Kranken- betten, und einen Gutshof, deren Einrichtung und Bestimmung dem Zweck dienen, Mit- gliedern und Familienangehörigen alle auch nur denkbar zu erwartende Hilfe bei Unglücks- fällen, Krankheit und Siechtum zu gewähren. Bevor wir zur Beschreibung der verschie- denen Krankenhäuser übergehen, soll in wenigen Zeilen auch der Verwaltung ge- dacht sein. Vis in die Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Verwal- tung der Kasse und Depositen durch Be- amte des König!. Bergamtes mitver- sehen. Durch das im Jahre 1862 in Wirk- samkeit getretene Knappschafts - Statut wurden diese Ge- schäfte dem Knapp- schaftsvorstande un- mittelbar übertragen, der daraufhin sich zum Bau eines eigenen Verwal- tungsgebäudes ent- schloß; dieses Gebäude wurde an der früheren Staats- straße Saarlouis- Saarbrücken, jetzigen Vahnhofstraße, er- richtet. Im Jahre 1901 wurde es verkauft, weil es dem Bedürfnis nicht mehr genügte. An dessen Stelle konnte das in der Trierer Straße neu errichtete, jetzt noch bestehende Verwaltungs-Gebäude bezogen werden. Inzwischen war die Zahl der Vereins- mitglieder gewaltig gestiegen — 1860 — 12 138, 1928 = 62 455 —sodaß mit deren Zunahme, sowie zufolge der immer mehr ausgebauten sozialen Gesetzgebung nicht nur eine Aus- dehnung der Verwaltung, sondern auch eine Erweiterung der Unterkunftsräume für die- selbe geboten schien. Teile der Verwaltung mußten bereits in dem zu Dienstwohnungs- zwecken erworbenen Gebäude in Saarbrücken 1, Eisenbahnstraße 11, untergebracht werden, konnten aber, nachdem die inzwischen notwendig gewordene Vergrößerung durch An- und Auf- bau des Gebäudes Trierer Straße beendet war, mit der gesamten Verwaltung vereinigt werden. — Die Räume des Verwaltungs- gebäudes II dienen jetzt dem Oberbergamt für das Saargebiet als Amtssitz. Das Gebäude in der Trierer Straße 8 gibt in seiner heutigen Gestalt einen sicht- baren Ausdruck der Größe des geschaf- fenen Werkes der sozialenFürforge und ihrer Verwaltung. Im Nachfolgenden geben wir nunmehr eine Beschreibung der Knappschaftlichen Krankenhäuser bei gleichzeitiger Würdi- gung ihrer Bedeu- tung. Die Kranken- hausanlage Sulz- bach konnte am 10. September 1912 die Feier ihres fünf- zigjährigen Bestehens begehen, aus welchem Anlasse eine Fest- schrift herausgegeben wurde, deren Inhalt teilweise zu nach- stehenden Zeilen ver- wendet wurde. Nachdem ein hinter Verwaltungsgebäude — Hauptaufgang. (Zola: Kirschmann.)