28 — Grube Brefeld. Holzpark mit Moterialien-Magazin. 6m Vordergrund: Teil der kampenkaue; im Hintergrund: Trenkelbachtal mit Hühnerfeld. das eiserne Seilscheibengerüst. Zur Seilgewichts- ausgleichung wurde ein Unterseil benutzt. 1881 war die Erbauung der Schachthalle und der Rätterhalle beendet. Am 1. Juni 1881 nahm die noch in Vor- richtung stehende Grube den Eisenbahnabsatz über die inzwischen auch von Camphausen bis Neunkirchen fertiggestellte Fischbachbahn auf ^). Im Jahre 1882 waren die Vorrichtungs- arbeiten soweit fortgeschritten, daß die Neu- anlage Kreuzgräben einen auf Grube Sulzbach längere Zeit anhaltenden größeren Förderaus- fall zu decken vermochte. Mit dem Jahre 1884 wurde auf dem Flöz 4 der eigentliche Abbaubetrieb eröffnet; er bewegte sich während des nun beginnenden, bis zum 1. April 1890 reichenden dritten Betriebsabschnitt, über der I. Tiefbau- sohle und der Wettersohle. Als Förderschacht diente der Kreuzgräbenschacht I. Die bereits seit 1880 im Flöz 4 in der I. Sohle nach Ost und West fortschreitenden Erundstreckenbetriebe brachten in den Jahren 188.8 bis 1885 Aufschluß über die Lage der das Grubenfeld in drei Hauptbaufelder tren- nenden beiden größeren Sprünge. Ilm die im Erubengebäude herrschenden hohen Temperaturen und starken Grubengasausströmungen wirksam bekämpfen zu können, wurde 1885 an der Markscheide gegen die Grube Sulzbach der als Ausziehfchacht in Aussicht genommene Wetter- schacht l (Friedrich) angehauen. Der zur be- schleunigten Herbeiführung des Durchschlages von Flöz 4 aus gleichzeitig hochgebrochene und dann 1888 bis Flöz 6 weiter abgeteufte Schacht trat 1889, nachdem er einen 25-pferdigen Kley'- schen Ventilator erhalten hatte, in Tätigkeit. Der Euibalventilator beim Kreuzgräben- schacht U wurde stillgelegt, denn Schacht ll wurde nun ebenfalls Einziehschacht. 1887 wurde Grube Kreuzgräben selbständige Obersteigerabteilung. Im Jahre 1888 wurde die Ausrichtung der II. Tiefbausohle in 559 Meter Teufe von Schacht II aus in Angriff genommen. Einer Schlagwetterexplosion ge- ringen Umfanges, die sich 1884 ereignete und 3 Opfer forderte, folgte am 16. Februar 1888 eine schwere Schlagwetter- und Kohlenstaubexplosion, bei der 42 Tote zu beklagen waren. Der Betrieb kam durch die Explosion auf einen Monat zum Er- liegen. Der im folgenden Jahre (1889) im Westfeld an der Markscheide gegen die Grube Dudweiler angehauene zweite Wetterschacht, der Wetter- schacht II (Wilhelm; seit 1920 „Heinrich" ge- nannt), erreichte am Ende des dritten Betriebs- abschnittes eine Teufe von 48 Meter. II. Unter der Berginspektion XI. Kennzeichnend für den mit der Unterstellung unter die Berginspektion XI beginnenden vierten Betriebsabschnitt der 5) Liehe Zuhnoto 5eiti 21.