27 ©rube Vrefeld. Hauptschachtanlage, von üüdlvesten gesehen. Schachtanlage 1883 an die für die Fischbach- gruben gebaute Saarwasserleitung angeschlos- sen war. Einige in den liegenden Flammkohlenflözen 6 und 6 südöstlich der Schächte von 1872 bis 1879 betriebene Tagestrecken und Pseilerbaue lieferten die zur Heizung der Dampfkessel er- forderliche Kohle; ein Teil der Förderung wurde außerdem dem Landabsatz zugeführt. In 260 Meter Teufe wurden die Wasser- zuflüsse in den Kreuzgräbenschächten so stark, daß dort eine beide Schächte verbindende Sumpfanlage (später Sumpfsohle ge- nannt) hergestellt werden mußte, von wo die Wasser durch zwei ortsfeste 10-pferdige Dampf- pumpen mit Kondensation zutage gehoben wurden. Nachdem die Schächte 1877 eine Teufe von 591 Meter erreicht und die Fettkohlenflöze 1 bis 6 durchsunken hatten, wurden die Abteuf- arbeiten eingestellt. Übertage wurde gegen Ende des ersten Betriebsabschnittes (1877) mit der Erbauung eines Werkstattgebäudes begonnen. In den Jahren 1875/1876 wurde der Bergmannsfuß- pfad Holz—Kreuzgräben—Sulzbacher Höhe an- gelegt. Die in dem nun folgenden zweiten Be- triebsabschnitt, dem Abschnitt der ersten Aus- und Vorrichtungsar- beiten, in der Wettersohle (Teufe 424 Meter) und in der I. Tiesbausohle (Teufe 510 Meter) angesetzten Hauptquerschläge schlossen die Flöze 1 bis 3 in wenig günstiger Beschaf- fenheit auf. 1879 kam in der I. Sohle eine mit Dampf betriebene 30-pferdige Verbundwasserhaltungs- maschine mit Kondensation in Betrieb; sie hob das Wasser der bereits genannten Sumpf- sohle zu. 1883, nachdem die erste Wetterverbindung zwischen Wettersohle und l. Tiefbausohle im Flöz 4 zustande gekommen war, wurde der mit einem 27-pferdigen Guibalventilator ausgerüstete Schacht II Ausziehschacht; damit war eine regelrechte Wetterführung eingeleitet. Der Ventilator, der an der Stelle der heutigen Lampenkaue stand, war mit längeren Unter- brechungen bis 1897 in Betrieb. Als letzter Vertreter seiner Art im Saargebiet hat er dann noch seinen Platz bis 1923 behauptet. In dem großen Fördermaschinen- g e b ü u d e , dessen westlicher Flügel 1878 fer- tiggestellt war, kam 1879 für den Schacht I eine 1000-pferdige Zwillingsfördermaschine zur Aufstellung. Zugleich erstand über Schacht I