26 längerung des Hauptquerschlages 2. Tiefbau- sohle über das Wahlschieder Flöz hinaus be- gonnen worden, bei 150 m Entfernung von dem Ausgangspunkt wurde er aber gestundet und ein Stapel hochgebrochen. Dieser wurde 1914 mit einem elektrischen Förderhaspel versehen und diente zum Verbringen der Förderung des Lummerschieder Flözes nach dem Hauptquer- schlag 2. Tiefbausohle. Ebenfalls in das Jahr 1914 fällt die Ein- richtung einer mechanischen Fördereinrichtung in der R ä t t e r h a l l e der Hauptanlage so- wie die Aufstellung eines Mac-Nicolkessels von ZOO m2 Heizfläche im östlichen Kesselhaus, dem sich 1915 ein zweiter zugesellte. Die Jahre 1916—20 brachten für den Untertagebetrieb keine wesent- lichen Änderungen, nur daß am 4. Sep- tember 1918 im Westfeld, 2. Wettersohle, Benzollokomotiven die Pferde in der Förderung ablösten und daß ferner 1918 in der Wasser- haltung der 1. Tiefbausohle eine Kreiselpumpe von 5 m2/Min. aufgestellt wurde. Uber Tage erfolgte 1916 der Bau einer Luft- verflüssigungsanlage mit 50 kg Stundenleistung, um das Schießen mit flüssiger Luft einzuführen. 1917 wurde vor dem Förder- maschinengebäude des W e st s ch a ch t e s eine Behelfskaue errichtet, in welcher eine Hilfs- fördermaschine aufgestellt wurde, die von Grube Von der Heydt übernommen worden war. Das alte Gebäude verfiel dem Abbruch und an seiner Stelle wurde mit dem Aufbau eines neuen begonnen. Auch wurde eine Vergröße- rung der Kohlenstapelplätze sowie eine Er- weiterung der Druckluftanlage vorgenommen. Die Förderschächte erhielten eine mechanische Aufstoßvorrichtung. Die Kohlenstapelplätze wurden 1918 fertiggestellt. In das gleiche Jahr fällt auch die Aufstellung eines Kreiselluftver- dichters und eines dritten Mac-Nicolkessels im östlichen Kesselhaus. Endlich wurde 1918—19 ein Kohlenzubringerkanal nach den Kessel- häusern gebaut. 6. Die jetzige französische Verwaltung. Die ersten Aufgaben der 1920 ein- setzenden Verwaltung waren: Ausbesserung der ganzen Fördereinrichtungen, Ausbesserung der Wetterführung und der Wasserhaltung, Schaf- fung einer Druckluftanlage, die zu der Größe der Abbaufelder im richtigen Verhältnis stand, endlich Vergrößerung der Beamten- und Ar- beiterkolonien. Beabsichtigt war, die Grube Göttelborn ent- sprechend ihren Abbaumöglichkeiten auszu- dehnen. Da die Reserven an Kohlen sehr groß sind, setzte man sich zum Ziel, die Förderung