9 Laar-Bergleute bei der Arbeit (Aufnahme aus Grube Victoria). Die Belegschaft der Saargruben. /\ Ergebnisse der Zählung am 1. Januar 1931. S\ Wie letzte umfassende Zählung der Belegschaft des sWSaarbrücker Direktionsbezirks war am 1. Dezem- ber 1925 vorgenommen worden. Ihre Ergebnisse haben wir mit entsprechenden Erläuterungen im Bergmannskalender für das Jahr 1928 veröffentlicht. Diesmal war die am 1. Januar 1931 vorgenom- mene Belegschaftszählung weniger umfangreich, so- daß wir schon in dem vorliegenden Kalender auf das Jahr 1932 die Ergebnisse zur Kenntnis unserer Leser bringen können. Genau wie in den früheren Jahren wurden von der Zählung sämtliche Arbeiter und Ver - tragsange st eilte, nicht aber die Be- amten, erfaßt, und zwar auf allen Saar- bergwerken und ihren Nebenbetrie- ben (einschließlich der ehemals bayerischen Staats- gruben St. Ingbert und Bexbach und der ehe- maligen Privatgrube Hostenbach). Nach dieser Zählung waren am 1. Januar 1931 im ganzen 54 684 Arbeiter und Vertragsangestellte tiftig, darunter 409 (— 0,75%) jugendliche Ar- beiter. Eine Verwendung weiblicher Arbeitskräfte findet im allgemeinen nicht statt. Nur Büro- gehilfinnen werden, und zwar nur in ganz be- schränktem Maße, beschäftigt. Gegen die Zählung von 1925 hat sich also die Belegschaft um 14 971 Köpfe vermindert oder um rd. 21,5 %. Diese Verminderung ist darauf zurückzuführen, daß angesichts der Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage und der Erschwerungen des Weltkohlenmarkts, wie überall, so auch an den Saargruben sich eine Einschränkung der Be- triebe und damit auch eine Verminderung der Belegschaft nötig machte, wenn dieselbe auch hier nicht entfernt in dem Maße durchgeführt wurde, wie es beispielsweise im Ruhrgebiet geschah. Die größte Belegschaft besitzt von den 14 Stein- kohlenbergwerken die Inspektion Reden mit 6 630, die kleinste Bexbach mit 834 Arbeitern und Ver- tragsangestellten. Von dieser Gesamtzahl von 54 604 Mann sind 1174 — 2,15 % Vertragsangestellte,