— 137 Kaffeeflecken aus Decken oder Kleidern ent- fernt man durch Kochen in Salzwasser (auf ein Liter Wasser 50 Gramm Kochsalz). Sind die Flecken schon eingetrocknet, so weicht man sie vorher in kaltem Wasser ein. Milchkaffee flecken hingegen be- streicht man im trockenen Zustand mit Glyzerin und wäscht sie dann in lauwarmem Wasser. Fettflecken auf Hellen Ledersachen, Schuhen usw. werden entfernt, indem man einfaches Weihes Löschpapier, mehrfach zusammengelegt, auf die Fettstelle legt und dann Benzin darauf gießt und die Stelle mit irgendeinem schweren Gegenstand beschwert. Nach einiger Zeit ist der Fleck ver- schwunden. TNaul- und Klauenseuche bei Zieqen. Die Maul- und Klauenseuche ist eine bekannte und von jedem Viehbesitzer sehr gefürchtete Krankheit. Dort, wo diese Krankheit auftritt oder sich bemerk- bar ruacht, muß der Polizeibehörde sofort Meldung gemacht werden. Bei den Ziegen macht sich die Maul- und Klauen- seuche weniger im Maul, als an den Klauen bemerk- bar. Es bilden sich an den Klauen der befallenen Tiere Bläschen, die später platzen und dann kleine, flache Geschwüre hinterlassen. Die Klauenkrone wird rötlich, warm und geschwollen und namentlich im Spalt und hinter den Ballen bilden sich diese Bläs- chen. Seltener trifft man dagegen die Bläschen und Geschwüre an den Lippen, der Zunge und am zahn- losen Rande des Oberkiefers. Man darf diese jedoch beim Vorkommen nicht verwechseln mit den soge- nannten Maulpockenerkrankungen, die weniger ge- fährlich sind. Doch können alle Tiere auch von diesen befallen werden, da sie ebenfalls ansteckend sind. Im letzteren Falle haben die Tiere nur beim Fressen Schmerzen. Um sicher zu gehen, ist es zu empfehlen, bei den ersten Anzeichen einen Tierarzt zu Rate zu ziehen, da bei schnellem Eingreifen auch die Maul- und Klauenseuche heilbar ist, sich aber jedenfalls doch ans einzelne Tiere oder Ställe beschränken läßt, so daß man wenigstens einem größeren Schaden vor- beugen kann. Die älteren Tiere überstehen die Maul- und Klauenseuche meistens gut, Säuglämmer dagegen gehen in den meisten Fällen ein. Schließen sich aber an diese Krankheit Folgeerscheinungen wie Klauen- gelenkentzündung usw., so kann auih bei älteren Tie- ren durch Blutvergiftung sehr leicht der Tod ein- treten. Bei der Behandlung der Maul- und Klauenseuche ist vor allen Dingen größte Reinlichkeit erforderlich. 11m die Krankheit' zu mildern oder möglichst zu besei- tigen, wäscht man die Wunden Stellen mit lau- warmem Wasser gut aus und bestreicht sie nachher mit Holzteer. Auch der Mensch hat bei der Behandlung dieser Krankheit auf größtmöglichste Vorsicht Wert zu legen, denn die Uebertragung der Bakterien kann aus verschiedene Art und Weise erfolgen. Auch den Stall muß man mit Sorgfalt reinigen; der hierfür erforderlichen Sodalauge setzt man etwas Karbol zu. Schon nach wenigen Tagen verliert die Seuche bei rechtzeitiger Behandlung ihren bösartigen Charakter. Röte, Schwellung und die wässerigen Ausscheidungen lassen nach. Je nach ihrem Umfange ist die Seuche dann in wenigen Wochen gänzlich beseitigt. Bei Auftritt der Seuche verhängt die Polizei- behörde über die befallenen Stallungen die Sperre und hebt diese auch, wenn die Tiere gesund sind, in amtlicher Form wieder auf. W. o Rätfd. Unser eifriger Leser Theodor O h l m a n n aus Alsweiler, sandte uns wieder eine ganze Anzahl netter Rätsel, von denen wir hier etliche zum Abdruck bringen. Wir hoffen, daß, sie zu lösen, den Saar- knappen rechten Spaß machen wird. Der Kalendermann. 4. Für den Feinschmecker. „£>" lebt im Wasser, und er schmeckt gar fein Mensch, ißt du ihn, das läßt du „K" 'wohl sein. 5. Aus fernen Ländern. Die süße Südfrucht mit geraubtem Fuß In China man als Würdenträger suchen muß. 1. Allerlei. Nimm eine Speise etwas umgestellt dann gibt's ein dickes Buch, darin gezeichnet ist die ganze Welt — auch ist's ein feines Tuch. 2. Wechsel. „a—e" ist ein Geldstück aus früheren Tagen, „a—a" wird von Priester und Richter getragen. 3. Zweierlei. Es ward mit ihm vordem die Frucht gemessen, Auch hat er aus dem Pegasus gesessen. 6. Der B e r g m a n n. Tief in das „Wort" geht es hinab, Gar manchem ward es schon sein Grab. Wiewiel der Stunden wir da sind, Das findest leicht du und geschwind Nimmst du den Kopf dem Worte. 7. Unsere Arbeit. Wir fahren in den „a" hinein, Tief, tief in unsere Erde Und schassen dort im Felsgestein, Und graben große Werte Umgeben nur vom Lampenlicht, Bis daß die „i" vorbei ist. — Begrüßen froh der Sonne Licht. — Wie man doch oben frei ist!