136 Einige einfache Gerichte. Ardennersuppe. Ein Pfund Endivien, zwei Kartoffeln und das Weiße von 2 Porrees werden fein geschnitten, mit Butter langsam gedämpft und 1% Liter Milch auf- gegossen. Dazu geröstete Weißbrotscheiben. Provenzalische Suppe. Ein Pfund Kartoffeln und % Pfund Tomaten in 2 Liter Wasser kochen, den Stoff durchs Sieb treiben, ihn wieder aufs Feuer tun, Salz und Fleischextrakt dazu, noch 10 Minuten kochen lassen. Serbisches Kartoffelgericht. Vi Pfund Reis wird gekocht. Zwei Pfund geschälte Kartoffeln werden in Scheiben geschnitten. 2—3 Zwiebeln werden in feine Scheiben geschnitten und mit Butter gelb geröstet, etwas Paprika (oder Pfef- fer) dazu und vom Feuer genommen. In eine aus- geschmierte Pfanne wird dann eine Lage Kartoffeln gelegt, dann Zwiebeln, dann eine Lage Reis, und so weiter, bis die Pfanne voll ist. Man kann auch als mittelste Schicht Würstchen nehmen. Die Masse wird mit y2—% Liter Milch (oder Sahne) begossen und im Ofen eine Stunde gebacken. Amerikanische Fleischhafchee. % gekochte Kartoffeln, % Corned beef werden durch die Maschine gedreht, gut gemischt und über dem Feuer geschwenkt. — Am besten schmeckt Salat hierzu. Blutschwartenwurst. Man verwendet Schwarten mit etwa 1 am dickem Speck, man kocht sie weich und schneidet sie in dünne leichmäßige Streifen. Ungefähr ein Drittel von ieser Menge nimmt man, die sauber abgespeckten, gekochten Schwarten und das gekochte Abfallfleisch, welches man durch die Fleischmaschine dreht, und vermischt nachher alles zusammen. Nun wiegt man die ganze Masse und verwendet an Gewürz pro Pfund Wurstmasse: 17 Gramm Salz, je ly2 Gramm Pfeffer und Majoran, 1 Gramm Piment, % Gramm Nelken. Das Ganze mengt man gut durcheinander, gibt dann das nötige Blut dazu, jedoch darf die Masse nicht dünnflüssig werden, und füllte sie in nicht zu weite Rinder- und Schweine- blafen. Um das Zerplatzen beim Kochen zu verhüten, werden die Blasen nicht ganz voll, sondern nur lose gefüllt, müssen aber sehr fest zugebunden werden. Je nach der Dicke der Blasen dauert die Kochzeit bei 70 Grad Celsius etwa 1%—3 Stunden. Nach dem Kochen spült man die Würste in frischem Wasser und hängt sie an Rauchstäbe, woran sie kalt werden. Man kann sie noch mit Bindfaden von oben nach unten achtteilig abbinden. E. B. Allerlei Hausfranenkniffe. Um das Ausfließen gesprungener Eier im Kochwasser zu verhindern, gibt man etwas Salz in das Wasser. Das Ei wird geschlossen und ganz bleiben. Milchprüfen. Man tauche eine glatte Strick- nadel in die Milch. Bleiben Milchtröpfchen haften beim Herausziehen, so ist die Milch nicht gepanscht. Selbstgebackene Kuchen, die an einzelnen Stellen zu braun gebacken oder gar verbrannt sind, reibe man mit einem Muskatreibeisen ab, bis sie die gewünschte Farbe haben. Sie sehen dann mit Zucker bestreut besser aus, als wenn man die verbrannten Stellen abschneidet. Angebranntes Fleisch verliert seinen schlechten Geschmack, wenn man den Topf einige Stunden in ein feuchtes Tuch hüllt, das man öfters erneuert. Rostige eiserne Kochgeschirre zu rei- nigen. Der rostig gewordene Topf wird mit kaltem Wasser angefüllt. Auf 2% Liter Wassermenge gibt man ein walnußgroßes Stückchen Alaun. Nun wird der Kochtopf aufs Feuer gestellt und der Inhalt einige Stunden gekocht. Der Topf wird dann mit Sand und Asche tüchtig gescheuert, hierauf reingespült.' Nun wäscht man für diesen Zweck gesammelte Kartoffel- schalen mehrmals, läßt sie mit etwas Wasser ver- mischt im Topf gar kochen und wiederholt dieses Ver- fahren mit dem Auskochen der Kartoffelschalen so lange, bis sie nicht mehr schwärzlich erscheinen. Durch diese Reinigungsart werden die Töpfe rostfrei, sehr sauber und zugleich innen glänzend glatt, was beim Kochen, Schmoren und Braten den darin zubereiteten Speisen zugute kommt und ihnen gleichzeitig das Helle Aussehen beläßt. Schwarzeisernes Kochgeschirr muß stets trocken gehalten und durch eine dünne Schicht Fett vor Rost, also vor Verbindung mit dem Sauerstoff der Luft geschützt werden, wozu man sie nach dem Säubern mit einer Speckschwarte einreibt, die man vor dem Gebrauch mit weißem Papier abreiben kann. Tintenflecken auf gebohnertem Fußboden entfernt man mit.einer Zitronensaftlösung. Ist der Flecken schon älter, reibt man direkt mit der Schnitt- fläche einer Zitrone darüber. Dann reibt man mit einem feuchten Tuch und zuletzt mit einem trockenen nach.