99 Tie Volksschule in Jägersfreude. Die Schulen -er öergverwaltung. Bereits der preußische Bergfiskus hatte als Nebenanlagen der Gruben eine Reihe von Schu- len gegründet: für die noch nicht schulpflichtigen Bergmannskinder hatte er Kleinkinder- schulen eingerichtet; für die aus der Schule entlassenen Töchter der Bergleute bestanden Haushalt ungssch ulen, für die jugend- lichen Bergleute Werkschulen. Zur Ausbildung der im Betriebe notwendigen Steiger bestanden ebenfalls besondere staat- liche Schulen. Im Jahre 1920 hat nun die französische Bergverwaltung sämtliche bestehenden Schulen übernommen. Daneben hat sie noch eine Reihe anderer gegründet. Im folgenden wollen wir die einzelnen Schulen der Bergverwaltung, wie sie sich heute der Saar- jugend bieten, kurz betrachten. Da haben wir zunächst die Kleinkinderschulen. Die Aufgabe dieser Schulen besteht darin, die Kinder der Bergleute im vorschulpflichtigen Alter zu beaufsichtigen und sie in einer ihrer kind- lichen Natur entsprechenden Weise zu beschäftigen. Daneben leisten sie der werktätigen Bevölkerung auch noch insofern große Dienste, als sie die Kin- der vor den Gefahren der Straße behüten und die Mütter in ihrer Arbeit entlasten. Natürlich wird das Spiel in allererster Linie ge- pflegt — heißen sie doch darum landläufig „Spiel- schulen". — Aber die Lehrerin ist auch sonst in jeder Weise bemüht, den Geist der Kinder weiter zu bilden und durch Uebungen in spielender Form, wie dies der große Pädagoge Fröbel gelehrt, zu schulen; sie erklärt den 7*